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NWZonline.de Sport Fußball

Geniestreich wirft Fragen auf

17.06.2010

JOHANNESBURG Ausgerechnet Abwehr-Schrank Maicon brach mit einem Schuss aus fast unmöglichem Winkel am Dienstagabend für Brasilien in der 55. Minute den Torbann beim mühsamen 2:1-Auftaktsieg in Gruppe G gegen Nordkorea. Nur Zufall? Eine verpatzte Hereingabe? Oder ein Torwartfehler?

Carlos Dunga schüttelte den Kopf: „Es ist nicht das erste Tor, dass Maicon so macht, sondern bereits das dritte. Und es war in erster Linie kein Fehler des Torhüters, sondern hat etwas mit der Fähigkeit des Spielers zu tun“, erklärte der Nationaltrainer der „Seleção“ zufrieden.

Maicon schien vor lauter Freude und Erleichterung beinahe in Tränen auszubrechen. „Mein erstes WM-Spiel, und ich habe ein Tor gemacht. Ich habe nicht geweint, aber ich war sehr berührt“, meinte der 28-jährige Rechtsverteidiger von Inter Mailand, der „extrem glücklich“ über den Sieg war. „Wir müssen auf dem Weg weitergehen. Am 11. Juli wollen wir im Finale stehen.“ Ebenso wie Kapitän Lucio und Torhüter Julio César kann er nach Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph das Triple mit dem WM-Sieg krönen.

Dazu bedarf es am Sonntag gegen die Elfenbeinküste aber einer deutlichen Leistungssteigerung. Zwar hatte Elano gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Weltranglisten-105. aus Nordkorea auf 2:0 erhöht (72.), doch gelang den disziplinierten und lauffreudigen Außenseitern durch Ji Yun Nam sogar noch der Anschlusstreffer (89.) zum 1:2.

Die Partie Brasilien gegen Nordkorea erzielte den bisher größten Zuschauerzuspruch für ein Spiel ohne deutsche Beteiligung. 13,88 Millionen Zuschauer sahen im Durchschnitt die ZDF-Übertragung. Das entspricht einem Marktanteil von 43,2 Prozent.

Auch die Bürger des kommunistischen Landes konnten die Begegnung in voller Länge im Fernsehen sehen. Die zentrale nordkoreanische Fernsehstation habe das Spiel am Mittwoch in einer Aufzeichnung gezeigt, wie eine südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Torschuss von Rechtsverteidiger Maicon aus ganz spitzem Winkel zum 1:0 (55. Minute) brachte den haushohen Favoriten Brasilien am Dienstagabend gegen Außenseiter Nordkorea auf die Siegerstraße. Die NWZ -Sportredaktion hat diese wohl spielentscheidende Szene noch einmal mit Tipp-Kick-Figuren nachgestellt.

Abwehrspieler des Rekordweltmeisters wurde steil in den Strafraum geschickt. Fast von der Grundlinie aus schoss er den Ball mit dem rechten Außenrist ins kurze Eck. Torwart Ri Myong-Guk hatte mit einer Flanke gerechnet, stand zu weit weg vom Pfosten und musste den angeschnittenen Ball verdutzt passieren lassen.

Kunstschuss – allerdings mit Links und in den Winkel – war Lothar Emmerich bei der WM 1966 für den späteren Vizeweltmeister Deutschland gelungen. Der Linksfuß traf beim 2:1-Sieg gegen Spanien aus eigentlich unmöglichem Winkel zum 1:1-Ausgleich. Das brachte ihm den Spitznamen „Emma mit der linken Klebe“ ein.

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