Die Auslosung der Gruppen für die Champions League ist nichts für Träumer. Das Millionengeschäft läuft nach klar definierten Regeln ab. Das mussten auch die Fußballer von Borussia Dortmund akzeptieren, die sich am Donnerstagabend nur in Lostopf drei wiederfanden. Die zu Grunde gelegte Fünfjahreswertung ließ dem europäischen Verband Uefa keine Wahl.
Die Dortmunder, die lediglich in den vergangenen zwei Jahren in der Fußball-Königsklasse antraten, müssen sich hochdienen. Bayer Leverkusen (Topf 3) ergeht es ähnlich. Anders Bayern München (Topf 1) und Schalke 04 (Topf 2), für die mehr Jahre zu Buche stehen. Das kann man so hinnehmen.
Zum Erhalt der Vielfalt im europäischen Fußball taugt dieses Wertungssystem aber nicht. Die Etablierten werden immer reicher und gehen sich in der Vorrunde aus dem Weg. Allein die Hoffnung, dass auch in dieser Spielzeit ein Club wie jüngst die Dortmunder furios bis ins Finale durchstartet, hilft wohl kaum, Europas Fußball-Establishment zu durchbrechen. So aber droht irgendwann Eintönigkeit und Langeweile.
