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Aktualisiert vor 2 Minuten.

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NWZonline.de Sport Fußball

Frauen-Wm: Ohne Gegentor ins Viertelfinale

24.06.2019

Grenoble Mit dem SMS-Glückwunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel, frischem Selbstbewusstsein und der Vorfreude auf einen ganzen Tag Freizeit in Rennes nehmen die deutschen Fußball-Frauen die nächste WM-Etappe in Angriff. Im Teambus herrschte nach dem souveränen Viertelfinal-Einzug ausgelassene Stimmung. Laut singend und klatschend feierten Spielführerin Alexandra Popp und ihr Team das 3:0 gegen Nigeria, wie auf einem Twitter-Video zu sehen ist.

Bester Laune war auch Martina Voss-Tecklenburg. „Ich bin froh, dass wir jetzt eine Woche durchatmen können. Vielleicht gibt es auch einen komplett freien Tag“, kündigte die Bundestrainerin, deren Team noch kein Gegentor im Turnierverlauf bekommen hat, strahlend an: „Dann sind wir gespannt auf Montag und schauen, welchen Gegner wir bekommen.“

Im Pariser Prinzenpark entscheidet sich zwischen Schweden und Kanada ab 21 Uhr, gegen wen der Olympiasieger am Samstag (18.30 Uhr) im Roazhon Park um den Halbfinaleinzug kämpft. Egal, wer es wird, Voss-Tecklenburg erwartet in jedem Fall ein „50:50-Duell“.

Spätestens nach den letzten Achtefinal-Partien am Dienstag steht dann fest, ob das nächste Etappenziel auf dem Weg zum Titel schon erreicht ist. Um sich für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio zu qualifizieren, muss Deutschland in Frankreich zu den drei besten europäischen Teams gehören, wobei England (bei Olympia als Großbritannien vertreten) außen vor ist. „Vielleicht müssen wir dafür das Halbfinale erreichen“, sagte Voss-Tecklenburg.

Sollte sich ihr Team wie bisher weiter von Spiel zu Spiel steigern, stehen die Chancen dafür gut. Zumal die Bundestrainerin wieder fest mit Dzsenifer Marozsan plant, die seit ihrem Zehenbruch in der Auftaktpartie gegen China zum Zuschauen und Anfeuern verurteilt war. „Dzseni wird im Viertelfinale wieder auflaufen. Wir sind heute auch für sie marschiert, damit sie bei diesem Turnier auf den Platz zurückkehren kann“, betonte „MVT“. Mit der Verletzung hatte sich Marozsan schnell arrangiert, ihre positive Einstellung und ihre Zuversicht behalten und ihr Team so gut es geht unterstützt. „Es gibt Schlimmeres als einen Zehenbruch. Die Mannschaft fightet und kämpft für mich. Und ich gewinne Zeit.“

Gegen Nigeria sprangen andere in die Bresche. Popp ebnete mit ihrem 48. Tor (soviel wie die frühere Bundestrainerin Silvia Neid) in ihrem 100. Länderspiel den Weg zum achten Sieg im achten Duell mit dem Afrika-Meister. Und für die spielerischen Elemente war vorwiegend Lina Magull zuständig, die Popp per Ecke den Ball perfekt auf den Kopf zirkelte (20. Minute) und kurz darauf den Strafstoß herausholte, den Sara Däbritz (27.) mit ihrem dritten Turniertor verwandelte. Lea Schüller beseitigte mit ihrem ersten WM-Treffer (82.) die letzten Zweifel am Erfolg bei schwülwarmem Wetter, das dem Team neben dem nie aufsteckenden Gegner ganz schön zusetzte.

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