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Derbyzeit in Oldenburg: Zum sechsten Mal seit dem Abstieg des VfB und dem gleichzeitigen Aufstieg des VfL in die Niedersachsenliga im Jahr 2004 stehen sich die Oldenburger Fußball-Clubs an diesem Wochenende in einem Punktspiel gegenüber. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr auf dem neuen Kunstrasenplatz des VfL an der Alexanderstraße. Von den bisherigen fünf Punktspiel-Vergleichen endeten vier remis, einmal – am 20. Februar 2005 – siegte der VfB mit 1:0 beim Lokalrivalen.

„Die Zeit ist reif für unseren ersten Sieg“, kündigte VfL-Trainer Frank Claaßen an. „Wir werden alles versuchen und mit Volldampf nach vorne spielen.“ Beim Tabellenführer VfB ist der Respekt vor den zweitplatzierten Grünen groß. Trainer Joe Zinnbauer ließ seine Mannschaft unter der Woche ein Testspiel beim ATSV Sebaldsbrück bestreiten. Der Bremer Landesligist verfügt über einen ähnlichen Kunstrasen wie der VfL. Auf diesem scheint sich auch der VfB wohl zu fühlen, der Club gewann den Test mit 10:0. Marcel Salomo, derzeit bester Torjäger der Liga, traf viermal.

Aufgrund des erwarteten Zuschauerandrangs werden die Kassen an der Alexanderstraße am Sonntag bereits um 12 Uhr geöffnet. Der VfL rechnet mit bis zu 3500 Zuschauern. Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Mike Otte aus Damme.

Eine Liga höher empfängt der Oberligist BV Cloppenburg am Sonnabend Hannover 96 II (16 Uhr/Friesoyther Straße). Der BVC ist nach dem 1:0-Auswärtssieg beim VfL 93 Hamburg auf Platz zwei vorgerückt. Mit der 96-Reserve haben die Cloppenburger noch eine offene Rechnung zu begleichen: Das Hinspiel verlor der BVC mit 0:4. Zudem trifft Cloppenburgs Trainer Jörg Goslar auf seinen Ex-Verein. Bei den 96ern hat derweil Jens Rehhagel – Sohn des langjährigen Werder-Trainers Otto Rehhagel – seinen Vertrag als Nachwuchs-Koordinator verlängert. Der 33-Jährige hatte den Posten vor zwei Jahren angetreten.

Beim SV Wilhelmshaven sind derweil die Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Regionalliga gestiegen. Der 2:1-Sieg im Nachholspiel gegen Werder Bremen II hat der Mannschaft viel Selbstvertrauen gegeben. Dieser Schwung droht nun allerdings zu verpuffen – die Mannschaft von Trainer Wolfgang Steinbach ist an diesem Wochenende spielfrei.

In die Hauptstadt reisen am Wochenende die Regionalliga-Fußballer von Kickers Emden. Die Ostfriesen treten am Sonnabend um 14 Uhr bei Hertha BSC II an. Ein Blick auf die Tabelle lässt das Kickers-Herz derzeit schneller schlagen: Als Siebter liegen die Emder mit 33 Punkten drei Zähler hinter dem Zweiten Hamburger SV II. Da dieser als Reserve einer Profimannschaft nicht aufstiegsberechtigt wäre, würde dieses Recht derzeit dem Dritten Fortuna Düsseldorf zufallen. Und die Rheinländer haben mit 34 Zählern gerade mal ein Pünktchen mehr als die Emder auf dem Konto.

Hart durchgegriffen hat der Niedersächsische Fußball-Verband. Wegen ausstehender Beiträge hat der NFV drei Vereine ausgeschlossen. Getroffen hat es SV Fortuna Osnabrück, SC Espanol Hesselkamp (beide NFV-Kreis Osnabrück-Stadt) sowie den SV Justitia 82 Meppen (NFV-Kreis Emsland).