GüTERSLOH - GÜTERSLOH/DPA - Fußball-Oberligist FC Gütersloh geht ungewöhnliche Wege bei der Kaderplanung für die nächste Saison. Seit zwei Wochen sucht der Verein seine künftigen Akteure per Zeitungs-Inserat in der örtlichen Presse und will dadurch die Mitarbeit von Spielervermittlern ausschließen. „Ich kann keine Rechnungen von Spielervermittlern mehr sehen“, sagte Club-Präsident Norbert Wöstmann.

Knapp 50 Bewerbungen von potenziellen Neuzugängen seien bereits eingegangen. Laut Zeitungsinserat müssen die Kandidaten Kriterien wie „Ehrgeiz, Leidenschaft, Herzblut und eine gewisse Siegermentalität“ erfüllen – und sie dürfen keinen Vermittler einschalten. „In unserer Ersten Mannschaft gibt es Positionen, die wir neu besetzen wollen“, heißt es in der Annonce.

Wöstmann setzt darauf, dass künftig vermehrt Spieler aus der ostwestfälischen Region den FC Gütersloh, der 1998 den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp verpasste, verstärken. Überdies wird nach der Beurlaubung von Trainer Thomas Stratos ein neuer Übungsleiter gesucht. Der ehemalige Bundesligaprofi von Arminia Bielefeld wurde am Dienstag vor die Tür gesetzt. Wöstmann: „Der kauft nur auswärtige Stars und lässt gar nicht zu, dass 20-jährige Talente aus der Region zum Probetraining kommen.“