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NWZonline.de Sport Fußball

Gute Organisation – aber keine Euphorie

01.07.2017

Wenn am Sonntag der Confed Cup 2017, nach heutigem Stand wohl letzter seiner Art, in St.Petersburg zu Ende geht, gilt es eine Frage zu beantworten: Ist Russland bereit für die WM 2018?

Nach einer knapp 4000 Kilometer langen Zugreise, die uns vom Nordwesten tief in den Süden des europäischen Russlands führte, kann die Antwort nur lauten: Ja, durchaus! Doch es gilt zu differenzieren: War in den Metropolen St.Petersburg und Moskau der Testlauf für den kommenden Sommer kaum zu bemerken, stellte sich die Situation in Kasan und Sotschi, den anderen beiden Austragungsorten, schon anders dar.

Vor allem in Kasan, der wunderschönen Hauptstadt der autonomen Republik Tartarstan, waren eifrige „Volunteers“, junge freiwillige Helfer, stets bemüht, den ausländischen Gästen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Hierbei merkte man deutlich, dass die Stadt ansonsten weniger im touristischen Fokus steht. Das kann im nächsten Jahr auch für einen Großteil der anderen Austragungsorte gelten, die allesamt im europäischen Teil Russlands liegen.

Den Menschen war die große Freude anzumerken, ausländische Gäste zu empfangen und ihnen die eigene Stadt und Kultur näher zu bringen. Uns persönlich bot sich dabei die Gelegenheit, aufgrund langjähriger Kontakte eine Gastfreundschaft zu erleben, die überrascht und, ob ihrer Opulenz, teilweise schon beschämt.

In Sachen Organisation und Sicherheit vermittelten alle vier Austragungsorte ein beruhigendes Gefühl. Polizei und Sicherheitskräfte sind deutlich präsent, sorgen aber nur dann für etwas Beklemmung, wenn die Zahl der Ordnungskräfte die der Gäste deutlich übersteigt. Eine Situation, die sich bei dem zu erwartenden Besucheransturm während der WM wohl nicht allzu häufig einstellen wird.

Aber auch in Sachen Organisation ist zu beachten: In Russland gelten andere Maßstäbe in der Kontrolle des öffentlichen Raumes. So ist es zum Beispiel nicht möglich, ein Ticket für einen Überlandbus oder einen Zug ohne Vorlage des Reisepasses zu erhalten. Ist dieses dem Besucher bewusst, bewegt man sich problemlos, anfangs hingegen erzeugt es doch Erstaunen.

Spannend wird sein, ob es der russischen Mannschaft gelingen wird, zur WM eine Art Fußball-Euphorie zu erzeugen. Während des Confed Cups war davon nichts zu spüren. Auch zum entscheidenden Vorrundenspiel des Gastgebers gegen Mexiko war das Stadion zwar gut gefüllt, aber keineswegs ausverkauft. Hierfür scheinen nur zum Teil die dürftigen Darbietungen des russischen Teams verantwortlich. „Wäre es ein Eishockeyturnier, würde ich auf jeden Fall hingehen, aber Fußball interessiert mich nicht“, sagte die Rezeptionistin unseres Hotels in St. Petersburg.

Noch bleiben den Verantwortlichen rund elf Monate, um das Interesse zu wecken. Zu wünschen wäre es!

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