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NWZonline.de Sport Fußball

20-Jähriger gibt dem HSV neuen Mut

17.04.2019

Hamburg Übernatürliches brauchte der Hamburger SV an diesem Abend nicht, und so saß auch der „Wunderknabe“ nur auf dem heimischen Sofa. Jann-Fiete Arp sah am Fernseher zu, wie sein stolpernder Fußball-Club ausgerechnet im Spitzenspiel beim 1. FC Köln wieder auf die Füße kam – mit harter Arbeit und einem Neuling in der Heldenrolle. Manuel Wintzheimer sorgte mit seinem Tor zum 1:1 (0:1) beim Spitzenreiter dafür, dass der HSV im Endspurt der 2. Bundesliga wieder an sich glaubt. „Wir haben gezeigt, dass wir noch leben“, sagte Trainer Hannes Wolf nach schwierigen Wochen.

Möglich machte das ausgerechnet ein 20-Jähriger aus der zweiten Reihe, der zuvor nur 22 Minuten für den HSV auf dem Platz gestanden hatte – und nicht etwa Arp, der künftige Bayern-Profi, der einst als größtes Versprechen für die Zukunft des Vereins galt, derzeit aber im Regionalligateam versauert und am Sonntag beim 1:0-Sieg der Reserve beim VfB Oldenburg blass blieb.

Dieser Gegensatz taugt irgendwie als Sinnbild für die erste Saison des Hamburger Großclubs im Unterhaus des deutschen Fußballs: Für geplatzte Träume, enttäuschte Erwartungen – und dafür, dass der Zweitplatzierte trotz allem auf den direkten Wiederaufstieg hoffen darf.

Denn der teure Kader wurde nie den Erwartungen gerecht, leistete sich immer wieder peinliche Ausrutscher. Hoffnungsträger Arp verschwand im Leistungsloch, Anführer wie Torjäger Pierre-Michel Lasogga und Kapitän Aaron Hunt sind immer mal wieder verletzt, Lewis Holtby lieferte zu selten ab.

In Köln fehlte nun nicht nur dieses Quartett, und die junge Hamburger Mannschaft lieferte eine erste Hälfte, die allen Sympathisanten Anlass zu großer Sorge gab. Köln war drückend überlegen und ging durch Dominick Drexler (26.) hochverdient in Führung. Die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen drohte. Und dann zog sich der HSV nach Wiederanpfiff doch am eigenen Schopf aus dem Sumpf. „Es waren viele Spieler auf dem Platz, die zuletzt nicht die große Rolle gespielt haben“, sagte Sportchef Ralf Becker: „Das schweißt uns noch einmal zusammen. So etwas brauchten wir heute. Wir brauchen die Jungs hinten dran.“

Wintzheimer war hinten dran, seit er im Sommer aus der Bayern-Jugend nach Hamburg gekommen war. „Als junger Spieler ist es eben schwierig, man muss sich immer empfehlen und Gas geben“, sagte er. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt drei Punkte. Union Berlin (49) und der SC Paderborn (48) lauern, bei beiden Verfolgern muss Hamburg in den kommenden Wochen noch antreten. „Es sind nur drei Punkte“, sagte Wolf, „und wir haben die schlechtere Tordifferenz. Es wird schwierig. Aber wir stehen in der Pflicht.“

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