• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Sport Fußball

2. Bundesliga: HSV hakt Derby-Pleite schnell ab

18.09.2019

Hamburg Dieter Heckings Aufbauarbeit nach der historischen 0:2-Derbypleite beim FC St. Pauli begann nach einer kurzen Nacht bereits am nächsten Morgen. „Eine halbe Stunde lang haben wir es nicht gut gemacht. Was wir dann gespielt haben, war sehr gut“, sagte der Coach des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV mit fester Stimme und ohne jede Schärfe.

Kein Wort der Kritik mehr an der Aberkennung des vermeintlichen 1:1-Ausgleichs, weil ohne Torlinientechnik nicht zu klären war, ob der Ball bei der Hereingabe von Bakery Jatta die Torauslinie schon überschritten hatte. Hecking: „Das war nicht spielentscheidend.“ Unüberhörbar war aber der brennende Wunsch, das Team möge die Enttäuschung zügig abhaken.

„Wir wollen dieses Erlebnis schnell weghaben. Wir haben die Fehler angesprochen, aber dann muss es auch wieder gut sein. Man darf die Dinge auch nicht zu kritisch sehen“, sagte der Trainer, der die Niederlage bei aller Derby-Emotionalität nüchtern betrachtete: „So etwas wird bestimmt auch ein zweites Mal passieren. Auch wir sind nicht vor Rückschlägen gefeit.“

Dennoch ist der Ligastart des Tabellenzweiten mit 13 Punkten aus sechs Spielen gelungen, der Wiederaufstieg ist und bleibt das erklärte und auch realistische Ziel bei den Rothosen. Und so rasteten nicht einmal die 3000 HSV-Fans aus, auch wenn die unvermeidliche Pyroshow zu Beginn der zweiten Halbzeit Schiedsrichter Sven Jablonski zu einer sechsminütigen Pause nötigte, bis er wieder anpfeifen konnte. Kurz vor Spielende und danach brannten dann beide Fanlager nochmals Pyrotechnik ab.

Diese natürlich ebenfalls illegalen Freudenfeuer zündeten die Anhänger des FC St. Pauli auch, weil der erste Sieg am Millerntor gegen den HSV seit 59 Jahren gelungen war. Und als die erschöpften Profis ein Banner mit der Aufschrift „Hamburg ist braun-weiß“ nach dem Schlusspfiff über den Rasen schleppten, schien das Heiligengeistfeld zu beben.

Statt groß über ihre sportliche Zukunft nachzudenken, kosteten die Kiezkicker den für jeden von ihnen bislang einmaligen Moment genussvoll aus. „Wie wir dieses Spiel gewonnen haben, viel geiler geht es nicht“, schrie Kapitän Daniel Buballa. Der Linksverteidiger hätte beinahe selbst einen seiner seltenen Treffer erzielt, stattdessen trafen Dimitrios Diamantakos (18. Minute) sowie HSV-Profi Rick van Drongelen per Eigentor (62.).

Nur Trainer Jos Luhukay war nicht ausschließlich dem süßen Momentum anheim gefallen: „Dieser Sieg war ein weiterer Schritt auf unserem Weg nach vorn.“ Der vielleicht nicht in die Erstklassigkeit, aber zu einem erneuten Derby-Triumph führt. Ende Februar kommt es zum Rückspiel im Volkspark.

Einen ähnlichen Einbruch wie in der abgelaufenen Rückrunde, als der frühere Dauer-Bundesligist in den Wochen nach einem 4:0-Sieg beim Stadtrivalen in sich zusammenfiel und den sicher geglaubten Aufstieg verspielte, erwartet aber niemand beim HSV. „Wir werden zwei, drei Tage daran zu knabbern haben. Dann gilt es, gegen Aue die richtige Reaktion zu zeigen“, meinte Spielmacher Aaron Hunt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.