HAMBURG - Der Ausbruch des isländischen Gletscher-Vulkans hat auch Folgen für den Sport. Weil in weiten Teilen Deutschlands und Europas wegen der Aschewolke der Luftraum gesperrt wurde, lösten sich die Reisepläne vieler Teams und Fans in Rauch auf.
Der Europäische Turn-Verband verschob den Beginn der EM in Birmingham um einen Tag auf kommenden Freitag. Die deutsche Riege um Fabian Hambüchen wird sich am Sonntag per Bus auf die Reise begeben. „Wir werden auf jeden Fall starten. Und wenn wir nach England rüberschwimmen müssen“, sagte Trainer Andreas Hirsch.
Bundesligisten steigen um
Bahn und Bus statt Flugzeug hieß es auch für einige Fußball-Bundesligisten. So wechselten die Spieler von Hertha BSC zur Partie bei Eintracht Frankfurt am Sonntag ebenso das Verkehrsmittel wie Mainz 05. Wegen der Sperrung des Frankfurter Flughafens konnten die Mainzer am Freitag nicht wie geplant zum Spiel an diesem Sonnabend beim Hamburger SV reisen.
Ein Herz für „Vulkan-Opfer“ zeigte der 1. FC Köln. Die am Kölner Flughafen festsitzenden Reisenden wurden mit einer Freikarte für das Bundesligaspiel gegen den VfL Bochum getröstet.
Im fernen Shanghai warteten Sebastian Vettel und sein Red-Bull-Team auf Ersatzteile. Aus Milton Keynes sollten Komponenten zum Formel-1-Rennen nach China gebracht werden. Da der englische Luftraum geschlossen war, wurde der Mitarbeiter mit den Teilen per Zug nach Paris geschickt. Von dort aus ging noch ein Flieger.
Tischtennisspieler wartet
Tischtennis-Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov und Bundestrainer Richard Prause sitzen indes in China fest. Ihr Heimflug nach Frankfurt wurde gestrichen. Alba Berlin muss derweil bei der Eurocup-Endrunde im spanischen Vitoria dieses Wochenende wohl ohne Fans auskommen. Rund 400 Anhänger des deutschen Basketball-Meisters saßen auf dem Flughafen Tegel fest.
