Hamburg - Nach außen demonstriert Dieter Hecking zumeist Ruhe, aber innen brodelt es gelegentlich. In jüngster Zeit häufiger. Wie nach der 2:5-Pleite beim Regionalligisten VfB Lübeck im letzten Test vor einer Woche; wie auch im Training am Tag danach, als Innenverteidiger Ewerton zu spät erschien. Deshalb zieht der Trainer des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV die Zügel an.

Noch einmal soll dem einstigen Bundesliga-Dino der Aufstieg nicht durch die Lappen gehen. Der Schock der Vorsaison, als in der Rückrunde die Erstliga-Rückkehr mit einem desaströsen Einbruch verspielt wurde, ist in Hamburg schmerzhaft lebendig.

Wenn an diesem Donnerstag (20.30 Uhr) im Volksparkstadion der 1. FC Nürnberg als erster Punktspiel-Rivale aufläuft, will Hecking das Engagement eines jeden Profis sehen. Deshalb fordert der 55-jährige Coach mehr Disziplin, größeren Einsatz und eine tadellose Einstellung. „Wir brauchen Spieler, die von der ersten Sekunde an wissen, worum es geht und worauf es ankommt“, mahnte der Trainer. Nürnberg scheint der rechte Rivale zu sein. Seit 1993 gewannen die Franken von 28 Pflichtspielen gegen den HSV gerade mal drei.