HAMBURG - HAMBURG/DPA - Mehdi Mahdavikia hat beim Hamburger SV für den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gesorgt. Mit seinem Treffer in der 60. Minute machte der von Gegner VfL Wolfsburg umworbene Iraner am Sonntagabend den ebenso wertvollen wie verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg des HSV perfekt, der sich dank seines sechsten Saisonsieges an den punktgleichen „Wölfen“ (beide 32 Zähler) vorbei auf den zehnten Tabellenrang verbesserte. Vor 57 000 Besuchern im ausverkauften Hamburger WM-Stadion beschenkten die Hanseaten zugleich ihren Trainer Huub Stevens, der wegen der Erkrankung seiner Frau erst am Sonnabend aus Rotterdam zurückgekehrt war, um seinen Club zu betreuen, mit dessen 100. Bundesliga-Sieg.

„Die Mannschaft hat auf diese für den Verein schwierige Woche gut reagiert und völlig verdient gewonnen. Dieser wichtige Erfolg bringt uns ein gewaltiges Stück nach vorn“, lobte Stevens-Assistent Markus Schupp. Dagegen war VfL-Kapitän Kevin Hofland selbstkritisch: „Wir waren viel zu passiv und haben erst mit dem Fußballspielen angefangen, als wir in Rückstand geraten waren. Das war zu wenig.“

Stevens konnte wie erhofft Spielmacher Rafael van der Vaart einsetzen, der wegen seiner Wadenblessur erst nach einem Belastungstest vor der Partie „Grünes Licht“ für sein Mitwirken gab. Neben ihm kam Änis Ben-Hatira an Stelle von Alexander Laas zu seinem ersten Erstliga-Einsatz von Beginn an.

Die Hausherren dominierten gegen die ganz auf Defensive eingestellten „Wölfe“ die Partie. Nach van der Vaarts Hackentrick hätte schon der dadurch freigespielte David Jarolim frei vor Torhüter Simon Jentzsch für das Siegtor sorgen müssen, doch der auf der VfL-Einkaufsliste stehende Mahdavikia machte es dann im Nachschuss besser. Die in der Schlussphase doch noch unter Druck geratenen Hamburger blieben somit zum siebten Mal in Serie unbesiegt.