HAMBURG - HAMBURG/DPA/SID - Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Günter Netzer haben sich für mehr Exklusivrechte des Pay-TV-Senders Premiere ausgesprochen, um der Fußball-Bundesliga höhere Einnahmen über die Fernsehrechte zu verschaffen. Netzer plädiert deshalb für eine neue Spielplan-Struktur mit Punktspielen wie in England am Sonnabendmittag. „Der deutsche Fan muss sich fragen, was er will: Das Gewohnheits-Recht, alle Spiele an zwei Tagen und zeitnah im Free-TV zu sehen oder eine Liga, die wieder wettbewerbsfähig ist? Die schafft man nur mit Mehreinnahmen aus dem Fernseh-Geschäft. Dann müsste man Premiere die Möglichkeit geben, das Programm auszuweiten“, sagte Netzer.
Hoeneß plädierte für Freitagspiele: „Ich glaube, es gibt viele Vereine, die gern am Freitag spielen. Vereine, die ihre Zuschauerstruktur im Umfeld haben wie Kaiserslautern, Bremen und Bochum“, sagte der Manager von Bayern München.
Auch Rummenigge fordert als Bayern-Vorstandschef schon länger höhere TV-Einnahmen und macht die Verteilung der Fernsehgelder mitverantwortlich für die ausbleibenden internationalen Erfolge. Anstatt wie bisher alle Bundesligisten bei der Verteilung der Einnahmen durch die Übertragungsrechte möglichst gleich zu behandeln, fordert Rummenigge mehr Geld für größere Vereine. Denn im europäischen Vergleich erhalte der FC Bayern weit weniger Geld. „Real kriegt 120 Millionen, Juve 100 Millionen, Milan 90 Millionen und der FC Bayern 18“, sagte Rummenigge.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat indes eine Vorabmeldung des heute erscheinenden Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“ dementiert, wonach ab der Saison 2006/2007 die Bundesliga im frei empfangbaren Fernsehen nicht mehr in der ARD, sondern erst ab 22 Uhr im ZDF-Sportstudio ausgestrahlt werden soll.
