HAMBURG - Der Hamburger SV hofft auf das Heilfleisch seines „Oldies“ im Tor, Bayer Leverkusen auf zwei Neue auf der Bank: Ausgerechnet vor dem bedeutsamen Heimspiel der Fußball-Bundesliga an diesem Sonntag (17.30 Uhr) gegen Bayer hat die Personalnot beim abstiegsbedrohten HSV einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Während Trainer Thorsten Fink den Ausfall eines Quartetts in seinem großen Kader gerade noch auffangen kann, wäre ein Aus für Stammtorhüter Jaroslav Drobny besonders bitter. Da dessen Vertreter Tom Mickel (Handbruch) ausfällt, müsste Sven Neuhaus aus dem Regionalliga-Team einspringen. Er würde sich jedoch den Job gegen den erstmals vom Duo Sämi Hyypiä/Sascha Lewandowski betreuten Werksclub zutrauen.

„Die Spieler, die reinkommen, genießen mein Vertrauen und werden ordentlich Gas geben“, meinte Fink, dem in Dennis Diekmeier, Tomas Rincon, Jacopo Sala (verletzt) und Gojko Kacar (gesperrt) gleich vier Mann fehlen. In Jeffrey Bruma und Per Skjelbred stehen gegen Bayer zwar namhafte Feldspieler parat, im Tor aber gilt Drobny als unersetzlich.

Bei Leverkusen sorgte das neue Trainerduo für Aufbruchstimmung. Helfen könnte ihm dabei Ex-Nationalspieler Michael Ballack. Hyypiä hat ihn auf der Rechnung. „Wenn es eine schwierige Situation gibt, brauchst du erfahrene Spieler. Michael Ballack ist eine Möglichkeit“, sagte der Finne, der zudem möglicherweise Tranquillo Barnetta einsetzen wird.

Offen ist, ob der genesene Bayer-Torwart Rene Adler in Hamburg im Kader stehen wird. Ungeklärt ist auch die Frage, ob er nächste Saison beim HSV das Tor hüten wird.