HAMBURG - Mit einem Sieg beim 1. FC Nürnberg und gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenz aus Köln und Berlin könnte der Fußball-Bundesligist Hamburger SV an diesem Sonnabend den Klassenerhalt perfekt machen. „Jeder weiß, dass wir noch ganz unten drin sind“, warnte Trainer Thorsten Fink jedoch. Gegen Nürnberg forderte er ein Ende der Formschwankungen seiner Mannschaft. „Wir müssen als Team noch konstanter werden“, sagte Fink: „Und die Null muss stehen.“

An ein Wunder glaubt beim Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern indes kaum noch jemand. Schon bei einem Remis beim Vorletzten Hertha BSC wäre für die Pfälzer der dritte Abstieg aus der Fußball-Bundesliga nach 1996 und 2006 besiegelt. Um am Saisonende zumindest noch den Relegationsplatz zu erreichen, ist auch für die Berliner ein Sieg Pflicht. Dies gilt gleichermaßen für den Tabellen-16. 1. FC Köln, bei dem vor der Partie gegen den VfB Stuttgart ein interner Machtkampf tobt.

„Wir wollen uns mit Anstand aus der Bundesliga verabschieden und noch einmal zeigen, dass wir in Berlin die bessere Mannschaft sind“, verlangte Lautern-Abwehrspieler Matthias Abel.

Für den ehemaligen Lauterer Spieler und Meistertrainer Otto Rehhagel zählt als Hertha-Coach nur der sportliche Existenzkampf und nicht die Erinnerung an schöne Zeiten auf dem Betzenberg. „Es ist das wichtigste Spiel überhaupt“, betonte der 73-Jährige. Schließlich müssen die Berliner danach zu Schalke 04 und erwarten zum Abschluss noch 1899 Hoffenheim.

Zwei Tage vor der brisanten Präsidenten-Neuwahl tritt der 1. FC Köln gegen Stuttgart mit einer miserablen Bilanz an: 18 Niederlagen und 66 Gegentreffer sind Liga-Negativwerte. „Das Ziel ist es, Stuttgart einen großen Kampf zu liefern und zu punkten“, sagte Kölns Interimstrainer Frank Schaefer vor seinem Heimdebüt. Nach fünf Pleiten und nur einem Remis ist die Gefahr des fünften Kölner Abstiegs sehr groß.