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NWZonline.de Sport Fußball

HSV setzt auf Jansen und neue Fan-Anleihe

21.01.2019

Hamburg Marcell Jansen – weißes Hemd, blaues Sakko – sprach nach seiner Wahl schon richtig präsidial und gab sich auch in seinen Gesten staatsmännisch. Mit seinen Händen bildete der neue Präsident des Hamburger SV wie Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Raute, nachdem der erst 33-Jährige zum mächtigsten Mann beim Traditionsclub aufgestiegen war.

„Stolz“ sei er, sagte Jansen, nachdem sich der Ex-Nationalspieler bei der Mitgliederversammlung des Gesamtvereins am Samstag mit 799 Stimmen klar gegen seinen Kontrahenten Ralph Hartmann (490 Stimmen) durchgesetzt hatte. Und er wolle der Präsident aller im HSV sein. „Es muss Schluss sein mit Lagerbildung“, sagte Jansen.

Allerdings wird er selber einem Lager zugeschrieben: Dem von Bernd Hoffmann, seinem Vorgänger. Der 55-Jährige ist ja längst zum Vorstandschef der seit 2014 ausgegliederten und verschuldeten HSV Fußball AG aufgestiegen, an der AG ist der HSV e.V. mit 76,19 Prozent größter Anteilseigner. Der Präsident, als gewählter Vertreter des Besitzers, erhält automatisch einen Sitz im AG-Aufsichtsrat, aber Jansen sitzt ohnehin fast seit einem Jahr in dem Kontrollgremium.

Jansen kündigte an, sich stark im Fußball-Geschäft beim Tabellenführer der 2. Liga einmischen zu wollen. „Die operativen Entscheidungen trifft der Vorstand, aber der Präsident muss diese bewerten können“, sagte „Cello“, der möglichst weiter für die dritte Mannschaft des Clubs kicken will: „Denn dort wird die Grundlage gelegt, der wichtigste Hebel ist und bleibt der Profifußball.“

Den Posten des Aufsichtsratschefs peilt Jansen aber erst einmal nicht an. Er räumte zudem ein, in Wirtschaftsfragen weiter lernen zu müssen. Aber genau die Zahlen sind das große Problem der Fußballer – diese waren zuletzt achtmal in Serie rot. Und Finanzvorstand Frank Wettstein geht für das laufende Geschäftsjahr wieder von einem „erheblichen Jahresfehlbetrag“ aus – in „zweistelliger Millionenhöhe“.

Wohl auch deshalb kündigte Hoffmann an, dass der Club erneut seine Anhänger um Geld anpumpen will. Der HSV werde eine „neue Fan-Anleihe auflegen“, sagte der 55-Jährige. Die solle dazu verwendet werden, um die auslaufende zurückzuzahlen, sagte Wettstein: Der HSV plant erneut mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 17,5 Millionen Euro. Hoffmann sprach von einer „schwierigen, aber nicht desolaten“ finanziellen Situation.

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