HAMBURG - Am 6. Mai wird Bundestrainer Joachim Löw den Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bekannt geben. Nicht mehr an einen Berufung glaubt der Bremer Torsten Frings. „Die WM ist für mich kein Thema. Die Wahrscheinlichkeit, dass Joachim Löw auf mich zukommt, tendiert gegen null“, sagte der 33-Jährige.
Als Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft wollte Frings seine Aussagen aber nicht verstanden wissen. „Ich kann schlecht aus der Nationalmannschaft zurücktreten, denn ich bin ja aus dieser Mannschaft entfernt worden“, sagte Frings.
Löw hatte angedeutet, dass er zunächst wieder mehr als 23 Kandidaten berufen werde. Dem Weltverband Fifa muss er bis zum 11. Mai maximal 35 Spieler nennen, dieser Kader muss dann bis zum 5. Juni auf 23 WM-Akteure reduziert werden. Vor der EM 2008 hatte Löw 26 Profis eingeladen. Kurz vor dem Turnier wurden Marko Marin, Jermaine Jones und Patrick Helmes dann aussortiert.
Hoffnung auf einen WM-Einsatz macht sich derweil der Dortmunder Mats Hummels, der nach seinem Kieferbruch erstmals seit vier Wochen an diesem Sonnabend gegen Werder Bremen wieder auflaufen kann. „Ich glaube noch an die WM-Teilnahme“, so der 21-Jährige.
Die unmittelbare WM-Vorbereitung beginnt für den dreifachen Weltmeister mit dem Testspiel gegen Malta in Aachen am 13. Mai. Dabei muss Löw allerdings auf die Akteure von Bayern München und Werder Bremen verzichten, die am 15. Mai noch das DFB-Pokalendspiel in Berlin bestreiten. Nach einem Regenerationslehrgang auf Sizilien (14.-21. Mai) ist ein Trainingslager in Südtirol (21. Mai bis 2. Juni) geplant.
Vor dem Abflug ins WM-Quartier vor den Toren Pretorias am 6. Juni steht noch die Generalprobe gegen Bosnien-Herzegowina am 3. Juni in Frankfurt an. Das erste WM-Gruppenspiel gegen Australien ist für den 13. Juni terminiert. Weitere Vorrundengegner in der Gruppe D sind Serbien (18. Juni) und Ghana (23. Juni).
