HAMBURG - Der Hamburger SV muss um das Erreichen des Endspiels der Europa League bangen. Am Donnerstagabend kam der Fußball-Bundesligist im Halbfinal-Hinspiel im eigenen Stadion gegen den FC Fulham nur zu einem 0:0. Das Rückspiel in London findet am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr/Sat  1) statt, das Finale des Wettbewerbs wird am 12. Mai in Hamburg austragen.

Die Gastgeber starteten fast ein wenig übermotiviert. Als ob es die Querelen der vergangenen Woche um Torwart Frank Rost und dessen Kritik an Trainer und Vorstand überhaupt nicht gegeben hätte, präsentierten sie sich zunächst hoch motiviert, kampf- und laufstark. Nach 45 Sekunden tauchte Ruud van Nistelrooy erstmals gefährlich vor dem Tor des Tabellenzehnten der englischen Premier League auf, vertändelte den Ball jedoch. Wenig später zog Piotr Trochowski ab, verfehlte das Ziel aber ebenso knapp wie Joris Mathijsen (9.).

Vor allem der schnelle Jonathan Pitroipa, der nur zwei Wochen nach seinem Rippenbruch eine starke Vorstellung bot und vorzüglich mit van Nistelrooy harmonierte, sorgte für Tempo. Im Abschluss blieb er aber erneut glücklos.

Paolo Guerrero agierte dagegen unauffällig. HSV-Trainer Bruno Labbadia hatte den Peruaner, der nach seinem Flaschenwurf in der Bundesliga für fünf Spiele gesperrt wurde, von Beginn an als zweite Spitze hinter van Nistelrooy aufgestellt.

Nach einer Viertelstunde schlichen sich im HSV-Spiel aber wieder die gewohnten Fehler ein. Die ansonsten harmlosen Engländer fingen immer wieder Pässe im Mittelfeld ab und kamen so zu Chancen. Die beste vergab Zoltan Gera (16.) knapp.

Kurz vor der Pause gab es bereits wieder die ersten Pfiffe gegen die Heimelf. Die treuesten Fans in der Nordkurve beantworteten diese aber mit Anfeuerungsgesängen.

Vor 50 000 Zuschauern, darunter Bundestrainer Joachim Löw, blieb der HSV im zweiten Durchgang das dominante Team. Torchancen blieben gegen die Mannschaft von Trainer Roy Hodgson aber Mangelware, zudem zeigte Australiens 37-jähriger Nationaltorwart Mark Schwarzer im Fulham-Tor eine solide Leistung.

Olaf Ulbrich
Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.)