HAMBURG - Im Endspurt zum Saisonende der Fußball-Bundesliga geht dem Hamburger SV die Luft aus. Beim 0:1 am Sonnabend gegen das bisherige Schlusslicht MSV Duisburg vor 54 218 Zuschauern im eigenen Stadion haben die Hanseaten nahezu alle Tugenden vermissen lassen und fallen im Rennen um einen Startplatz im internationalen Wettbewerb weiter zurück.
„Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Wenn wir so weiterspielen, gewinnen wir keinen einzigen Punkt mehr“, konstatierte HSV-Chef Bernd Hoffmann. Den für die Qualifikation zur Championsliga berechtigenden dritten Platz mussten die Hamburger bereits räumen. Die Duisburger, die durch das Tor von Ivica Grlic (54.) die Rote Laterne abgeben durften, sehen hingegen wieder Licht am Ende des Tunnels. Im Abstiegskampf werden die Karten neu gemischt. Duisburgs nächster Gegner am Mittwochabend ist der Karlsruher SC.
In Hamburg zeigt die Formkurve deutlich nach unten. Vier Spiele in Serie sind die Hanseaten nun ohne Sieg, in den vergangenen sechs Begegnungen gelangen lediglich drei Tore. „Wir haben uns die Probleme selbst zugefügt durch die Roten Karten“, kritisierte HSV-Trainer Huub Stevens mit Blick auf die rotgesperrten Joris Mathijsen und David Jarolim. Im Gastspiel bei Hertha BSC am Dienstag fehlen nun auch noch Kapitän Rafael van der Vaart und Thimothee Atouba wegen der jeweils fünften Gelben Karte.
Stevens reiste nach dem Duisburg-Spiel in seine niederländische Heimat, um seiner erkrankten Frau bei einer Operation in Eindhoven beizustehen. Sollte der 54-Jährige dem HSV in Berlin nicht zur Verfügung stehen, würde er von Co-Trainer Markus Schupp vertreten werden.
