HAMBURG/MüNCHEN - HAMBURG/MÜNCHEN/DPA/SID - Das Objekt der Begierde kommt zum Schaulaufen: Rafael van der Vaart will am Sonnabend (15.30 Uhr) in der Münchner WM-Arena mit dem Hamburger SV im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga unbedingt punkten und könnte der Münchner Führungsriege weitere Argumente für ihr Interesse an ihm liefern.
Am Mittwochnachmittag soll es zur Kontaktaufnahme gekommen sein. Zeitungsberichten zufolge hätten Bayern-Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld mit van der Vaart und dessen Berater Sören Lerby in Hannover verhandelt. Gleiches Szenario an gleichem Ort soll sich tags zuvor mit Bremens Miroslav Klose abgespielt haben. Der HSV dementierte umgehend: „Rafael hat das Ganze ins Reich der Absurditäten verwiesen“, sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer. „Wir geben ihn nicht ab.“
Dass die Bayern mit Gesprächen außerdem die Etikette verletzt, scheint dem Rekordmeister egal zu sein. Der HSV hätte vorab von den Bayern schriftlich informiert werden müssen, falls diese in der Tat direkt mit den Spielern gesprochen haben. Gemäß der „Lizenzordnung Spieler“ der Deutschen Fußball Liga (DFL) dürften die Münchner mit den Spielern zunächst ohnehin nicht in Kontakt treten.
Vor dem Prestigeduell sorgen den FC Bayern zudem große Personalsorgen. Nationalstürmer Lukas Podolski hat sich eine Knorpelabsplitterung im linken Knie zugezogen und fällt laut Trainer Ottmar Hitzfeld „zwei bis drei Monate“ aus. Der 21-Jährige sollte noch am Donnerstag in Augsburg operiert werden.
Auch Valerien Ismael muss lange pausieren. Nachdem zuletzt wieder Beschwerden bei dem Franzosen wegen eines Schien- und Wadenbeinbruchs aufgetreten waren, entschied sich die medizinische Abteilung des Clubs zu einer vorgezogenen Nach-OP.
