HAMBURG/OLDENBURG - Martin Jol schnupperte am Freitagnachmittag schon einmal Höhenluft. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV stieg vor dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) bis unter das Dach der WM-Arena und betrachtete vom Wartungsgang der Flutlichtanlage aus das Spielfeld. Ganz oben in der Tabelle will er am liebsten auch nach diesem Spieltag stehen.
Dazu ist ein Sieg ganz wichtig, sagte der Niederländer. Voraussetzung zum Sprung zurück auf Platz eins ist aber, dass Spitzenreiter Hertha BSC nicht gegen Borussia Dortmund gewinnt und sich der VfL Wolfsburg und Bayern München im Spitzenspiel remis trennen.
Eine Revanche für das 0:3 aus dem Hinspiel sei für Jol derweil nebensächlich. Die drei Punkte sind nicht wichtig, um Hoffenheim weh zu tun, sondern um sich weiter in der Spitzengruppe der Liga festzusetzen, beteuerte er. Dennoch hat der Coach das Debakel beim Aufsteiger nicht vergessen: Das war eine richtige Pleite.
Im 40. Pflichtspiel der Saison hat Jol in der Offensive wieder die Qual der Wahl. Mladen Petric überstand am Donnerstagabend den letzten Härtetest und steht nach seinem Muskelfaserriss wieder zur Verfügung. Auch Ivica Olic hat seine Grippe überstanden. Zudem empfahl sich Paolo Guerrero mit jeweils zwei Toren im Uefa-Pokal gegen Galatasaray Istanbul und bei Schalke 04 für einen Platz in der Startelf.
Hoffenheims Ralf Rangnick gab sich trotz des verpatzten Starts in die Rückserie (sieben Partien ohne Sieg) kämpferisch und hofft auf die Trendwende. Wir nehmen die Punkte mit nach Hause, versprach der Trainer.
