HAMBURG/OLDENBURG - Kurz vor dem Abflug nach Dänemark zum Qualifikationsspiel der Europa League (ehemals Uefa-Pokal) am Mittwochmittag stellte Bruno Labbadia seinen neusten Spieler noch schnell der Mannschaft vor: „Wir freuen uns, dass wir den Transfer realisieren konnten“, begrüßte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV seinen neuen Innenverteidiger David Rozehnal.

Den 40-minütigen Flug nach Randers, wo der HSV an diesem Donnerstag (20.30 Uhr) nach nur knapp vierwöchiger Vorbereitungszeit in die Saison startet, trat der 1,99 Meter große Tscheche derweil noch nicht mit an. Rozehnal wird sein Debüt erst am kommenden Montag (20.30 Uhr/ARD) in der Erstrundenbegegnung des DFB-Pokals bei Fortuna Düsseldorf feiern.

Der 56-fache Nationalspieler unterschrieb einen Dreijahresvertrag. „Ich bin sehr froh, dass alles geklappt hat“, sagte der 29-Jährige, der nach zähen Verhandlungen für 4,9 Millionen Euro vom italienischen Erstligisten Lazio Rom losgeeist worden war.

Entscheidend mitgeholfen hat sein Nationalmannschaftskollege und HSV-Kapitän David Jarolim. „Ich habe viel mit ihm geredet, und er hat mir durchweg positiv vom Verein und dem gesamten Umfeld berichtet“, betonte Rozehnal. Von Labbadia erhielt er bereits viele Vorschusslorbeeren: „Er ist beidfüßig, sehr schnell und verfügt über internationale Erfahrung.“

Letztere muss der HSV-Coach noch sammeln. Labbadia steht vor seinem internationalen Debüt. Nervös sei er aber nicht. „Es ist etwas ganz besonderes, wenn man international vertreten ist“, sagte er der NWZ : „Deshalb wollen wir so weit wie möglich kommen, um dieses Gefühl lange zu genießen“ – am liebsten bis ins Finale. Das findet am 12. Mai 2010 in Hamburg statt.

Auf der ersten Etappe muss Labbadia auf Zugang Eljero Elia verzichten. Nach der Knieverletzung, die er sich am Dienstag im Training zugezogen hatte, muss er drei Wochen pausieren. Auch Rekordtransfer Marcus Berg (9 Millionen) bleibt wegen Trainingsrückstandes zu Hause.