Hamburg/Wolfsburg - Christian Titz befindet sich im K.o.-Modus. „Ich sehe das als eine Art Viertelfinale“, sagte der Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hamburger SV am Donnerstag vor dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg. Mit einem Sieg will der Tabellen-17. den Rückstand auf den VfL auf zwei Punkte verkürzen und damit die Resthoffnung auf den Ligaverbleib am Leben halten. Das folgende Auswärtsspiel in Frankfurt wäre das Halbfinale, die Heimpartie gegen Gladbach das Endspiel.
Gegen den 14. aus der Autostadt erwartet Titz ein Spiel, das stark von kämpferischen Elementen geprägt sein wird: „Wir brauchen eine gute Leistung, sehr viel Willensstärke und ein Tor mehr als Wolfsburg.“ Dass der HSV bei einer Niederlage und bei Siegen des SC Feiburg über den 1. FC Köln und von Mainz 05 gegen RB Leipzig absteigen könnte, beschäftigt den Trainer nicht: „Daran verschwende ich keinen Gedanken.“
Personell kann Titz aus dem Vollen schöpfen. Auch der angeschlagene Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos, Spielmacher Aaron Hunt (Oberschenkelblessur) und Torhüter Julian Pollersbeck (Infekt) werden wohl zur Verfügung stehen.
Die Wolfsburger bangen indes um ein Trio. Hinter dem Einsatz von Joshua Guilavogui nach Muskelfaserriss und Daniel Didavi (grippaler Infekt) steht noch ein Fragezeichen. Kapitän Ignacio Camacho konnte wegen einer Oberschenkelzerrung noch nicht wieder trainieren, sein Einsatz gilt als sehr unwahrscheinlich. Dies bestätigte Trainer Bruno Labbadia am Donnerstag.
Mit einem Erfolg könnte der VfL den HSV in Richtung 2. Liga befördern. Sollten die Hamburger allerdings gewinnen, wäre ein direkter Wolfsburger Abstieg bei dann zwei Punkten Vorsprung auf Platz 17 möglich. „Es liegt an uns, ob wir den HSV wieder rankommen lassen oder unseren Schritt machen“, sagte Coach Labbadia vor dem Match gegen seinen Ex-Verein.
