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NWZonline.de Sport Fußball

Bundesliga: Hamburger verlieren und hoffen weiter

05.05.2014

Hamburg Abstiegskandidat Hamburger SV hatte gerade mit 1:4 gegen Bayern München verloren, da hallte ein tausendfacher Jubelschrei durch das Stadion. Dann ein kurzer Moment der Stille. Plötzlich folgte erneut ein Freudenausbruch, noch lauter und anhaltender als der erste. Auf den Videowänden leuchteten die Ergebnisse der Konkurrenten im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga auf: Der Vorletzte Nürnberg verlor mit 0:2, Schlusslicht Braunschweig verlor mit 0:1. „Niemals 2. Liga! Niemals, niemals!“, skandierten die Fans und tanzten auf den Rängen. Das 1:4 war vergessen. Heiko Westermann fasste die Situation treffend zusammen: „Wir müssen uns bei Augsburg und Hannover bedanken“, sagte der Verteidiger erleichtert.

Abstiegs-Splitter

Oliver Kreuzer (Bild) will auch im Falle eines Abstiegs des Hamburger SV seinen Vertrag erfüllen. „Natürlich übernehme ich Verantwortung, ich habe aber noch einen Zweijahresvertrag. Ich würde den Aufstieg in Angriff nehmen“, sagte der HSV-Sportchef. BILD: dpa

In dieser Saison reichen womöglich 27 Punkte für den Relegationsplatz. Eine derart niedrige Ausbeute hatte bislang noch keinem Club zum Einzug in die Entscheidungsspiele gereicht. Seit der Einführung der Relegationsspiele 2008/09 war bislang Energie Cottbus als schlechtester 16. auf 30 Zähler gekommen. Ohnehin hat bislang noch kein Team auf dem 16. Tabellenplatz weniger als 30 Zähler geholt, seitdem die Bundesliga 1995/96 auf die Drei-Punkte-Regel umgestellt hat.

Die Duelle der abstiegsbedrohten Teams am letzten Spieltag: Mainz 05 - Hamburger SV (Tabellen-16.), Schalke 04 - 1. FC Nürnberg (17.), 1899 Hoffenheim - Eintracht Braunschweig (18.).

In der Relegation empfängt der Bundesliga-16. den Zweitliga-Dritten am Donnerstag, 15. Mai (20.30 Uhr/ARD), zum Hinspiel. Das Rückspiel findet am Sonntag, 18. Mai (17 Uhr/ARD), statt.

Es ist schon verblüffend: Der HSV verlor zum vierten Mal in Serie und ist immer noch Tabellen-16., ist immer noch möglicher Relegationsteilnehmer und damit potenzieller Erstligist. „Das geht unter die Haut“, gestand Westermann. Schon während der Partie hatte er mit Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier den 57 000 Zuschauern wegen ihrer überbordenden Unterstützung applaudiert.

Sonnabend in Mainz

Die Fans verbanden ihre Lobgesänge mit einer Forderung. „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“, riefen sie und ernteten bei den Profis Zustimmung. Bei Mainz 05 am nächsten Sonnabend wollen die Hamburger die Saisonverlängerung gegen den Dritten der 2. Liga perfekt machen.

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„Mit so einem Auftritt wird mir nicht angst und bange. Den hätten wir mal ein paar Wochen früher hinlegen sollen“, befand Westermann. In der Tat kämpfte der HSV in der ersten Halbzeit so leidenschaftlich wie seit vielen Wochen nicht und bot den zunächst verunsicherten Bayern Paroli.

„Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt“, bestätigte Trainer Mirko Slomka. „Wir haben gezeigt, dass wir einen unbändigen Willen haben.“

Die Hamburger Glückseligkeit über die geschenkte Chance auf den Klassenverbleib konnte Ex-Torhüter Frank Rost nicht verstehen. „Mich enttäuscht, dass man solch eine Fehleinschätzung über die Mannschaft abgibt und Spieler reden lässt, die ein 1:4 gegen die Bayern glorifizieren“, zeterte der als unbarmherziger Kritiker bekannte ehemalige HSV-Profi.

Nicht restlos zufrieden waren die Bayern. Zwei Tore von Mario Götze (32. Minute/70.) sowie je eines von Thomas Müller (55.) und Claudio Pizarro (75.) – den HSV-Treffer erzielte Hakan Calhanoglu (72.) – ließen Trainer Pep Guardiola aber aufatmen. „In diesem Verein musst du immer gewinnen. Wenn du nicht gewinnst jede Woche, jede Saison, ist der Trainer ein Risiko“, meinte der Spanier und gestand mit Blick auf das 0:4 gegen Real Madrid am vergangenen Dienstag: „Nach der Niederlage in der Champions League war es nicht einfach.“

Strafe gegen Boateng

Bayern-Verteidiger Jérome Boateng droht derweil eine vereinsinterne Geldstrafe. Der Nationalspieler hatte seinem Gegenspieler Kerem Demirbay in der 86. Minute mit der Hand durchs Gesicht gewischt und dafür zurecht die Rote Karte gesehen. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nannte die Aktion des 25-Jährigen „hirnlos“ und kündigte eine Strafe „im fünfstelligen Bereich“ an. Rummenigge: „Man hat sich in unserem Trikot sauber und seriös zu verhalten.“

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