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NWZonline.de Sport Fußball

Finanzprobleme: Hamburgs Handballer vor dem Aus

17.12.2015

Hamburg Finanziell am Ende, kein Retter in Sicht – aber der HSV Hamburg will den Kampf ums Überleben noch nicht aufgeben. Trotz des Insolvenzantrags des angeschlagenen Handball-Bundesligisten soll der Spielbetrieb bis auf weiteres fortgesetzt werden. Wie die Handball-Bundesliga (HBL) mitteilte, hätten die HSV-Verantwortlichen die Austragung der Heimspiele an diesem Sonntag gegen den SC Magdeburg und am 27. Dezember gegen Frisch Auf Göppingen zugesichert. Ob die Hanseaten aber bis zum Saisonende den Spielbetrieb aufrechterhalten können, ist derzeit völlig offen.

Der Verein wollte am Mittwoch keine Auskünfte zur Zukunft geben. Die Hamburger Gerichtspressestelle hatte am Mittag den Insolvenzantrag bestätigt. Laut Statuten werden dem deutschen Meister von 2011 acht Punkte abgezogen. Die Verbindlichkeiten des Champions-League-Siegers von 2013 sollen sich bis Saisonende auf fünf Millionen Euro belaufen.

Wird bis zum Jahresende nicht eine Verringerung des negativen Eigenkapitals um 30 Prozent nachgewiesen, kommen zum feststehenden Abzug von acht Punkten vier weitere Zähler hinzu. Der Abstand des Tabellenfünften zu den Abstiegsplätzen beträgt derzeit 17 Punkte. Sollte die Sanierung des HSV bis zum 10. April kommenden Jahres gelingen, kann ein erneuter Antrag für eine Bundesliga-Lizenz gestellt werden. Sonst droht ein Neuanfang in der zweiten oder dritten Liga.

Geschäftsführer Christian Fitzek überbrachte seinen Mitarbeitern die traurige Nachricht über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens am Mittwochnachmittag. Bis zuletzt hatte der HSV auf eine erneute Finanzspritze des Hauptsponsors und langjährigen Mäzens Andreas Rudolph gehofft.

Doch der millionenschwere Medizintechnik-Unternehmer winkte angesichts der verfahrenen Finanzlage ab. „Meiner Meinung nach sind sie nicht mehr zu retten“, hatte Rudolph bereits in der vergangenen Woche gesagt. Er soll bis zu 40 Millionen Euro über Sponsoring und andere Zuwendungen in den Club gepumpt haben.

In der Vergangenheit standen die Hanseaten immer wieder dicht vor dem Kollaps. Im Dezember 2004 war Rudolph erstmals als Retter aufgetreten. Nach dem unglücklichen Intermezzo mit dem ehemaligen Fußball-Nationaltorhüter Frank Rost als Geschäftsführer im Jahr 2013 erhielt der Club im Juli 2014 erst in letzter Minute die Lizenz.

Die Mannschaft trainiert sich derzeit selbst. Coach Michael Biegler (früher beim Wilhelmshavener HV), der in Personalunion die polnische Nationalmannschaft betreut, bereitet den Gastgeber der EM auf das Turnier im Januar vor.

Das Team trifft die bittere Nachricht bis ins Mark. Trotz ausstehender Gehaltszahlungen seit zwei Monaten hatte sich die Mannschaft um den aus Zetel (Kreis Friesland) stammenden Torhüter Johannes Bitter und Kapitän Pascal Hens in den vergangenen Wochen nicht hängen lassen und war auf Platz fünf geklettert. Die Stars können wegen der ausstehenden Gehälter den Club nun ablösefrei verlassen.

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