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NWZonline.de Sport Fußball

Zweite Bundesliga: Hannover 96 setzt voll auf Angriff

05.08.2016

Hannover /Kaiserslautern Angriff ist die beste Verteidigung. Ob der alte Fußball-Wahlspruch auch für Hannover 96 gilt, muss der Aufstiegsanwärter beim Start der 2. Bundesliga in Kaiserslautern beweisen.

Seit fast 20 Jahren führt Martin Kind als Präsident von Hannover 96 seinen Verein durch alle Fußball-Höhen und Tiefen. Nach so einer langen Dienstzeit wäre ein Rücktritt nichts ungewöhnliches. Davon will der 72-jährige Unternehmer nichts wissen. „Ich werde erst zurücktreten, wenn wir wieder in der ersten Liga spielen“, kündigte Kind an.

Die als Favorit gehandelte 96-Mannschaft bestreitet an diesem Freitag (20.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Kaiserslautern ihr erstes Zweitliga-Match nach 14 Jahren. Clubchef Kind fordert die sofortige Korrektur des Abstiegs, Trainer Daniel Stendel und Manager Martin Bader folgen ihm fast bedingungslos. „Unser Ziel ist der direkte Wiederaufstieg. Das funktioniert nur über eine stabile Mentalität sowie einen engen Zusammenhalt“, erklärte Stendel.

Der 42- Jährige Ex-Profi hat seit seiner Amtsübernahme vor vier Monaten einen Stimmungsumschwung herbeigeführt. Den Abstieg konnte der Nachfolger des gescheiterten Thomas Schaaf nicht verhindern, doch in den restlichen fünf Erstliga-Partien peppte er das zuvor leblose Team mit eigenen Nachwuchs Spielern auf.

Entsprechend groß ist in Hannover die Zuversicht, dass trotz der Abgänge von Torwart Ron-Robert Zieler, Spielmacher Hiroshi Kiyotake und Ex-Kapitän Christian Schulz die Rückkehr in die Erstklassigkeit auf Anhieb gelingt. Der Club hat viele neue Profis geholt, darunter Mittelfeldmann Sebastian Maier (FC St. Pauli) sowie die Stürmer Martin Harnik (VfB Stuttgart) und Niclas Füllkrug (1. FC Nürnberg).

In zehn Testspielen erzielte Hannover 96 bemerkenswerte 63:13-Tore. Das verrät einiges über die offensive Grundausrichtung. Im Kader stehen sechs bis acht Stürmer oder Offensivspieler. Zum Auftakt in Kaiserslautern fallen die verletzten Angreifer Füllkrug und Noah Joel Sarenren Bazee aus – dadurch rückt Torjäger Artur Sobiech noch stärker in den Fokus.

Kaiserslauterns neuer Trainer Tayfun Korkut trifft gleich in seinem ersten Pflichtspiel auf seinen früheren Club. Das Kapitel ist für ihn aber abgeschlossen. „Mit dem Faktor Betzenberg im Rücken haben wir alle Chancen“, sagte Korkut.

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