Hannover - Nicht einmal der 60-Sekunden-Schock konnte den Fünf-Spiele-Trainer aus der Ruhe bringen. Statt der üblichen Schiedsrichter-Schelte waren von Michael Frontzeck nach dem missglückten Auftakt seiner Rettungsmission des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hannover 96 vor allem freundliche Worte zu hören.
Der neue Trainer versuchte, sein Team nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen 1899 Hoffenheim schnell wieder aufzurichten. Über die wohl wichtigste und für die Gastgeber ärgerlichste Szene der Partie wollte Frontzeck nicht groß reden.
Denn nach ziemlich genau einer Minute Spielzeit übersahen Schiedsrichter Günter Perl und sein Assistent Thomas Stein am Sonnabend die klare Abseitsstellung von Anthony Modeste, der die frühe 1899-Führung erzielte. „Es spricht für die Mannschaft, dass sie dieses Abseitstor weggesteckt hat“, sagte Frontzeck.
Die Serie von sieglosen Spielen geht nun auch unter Frontzeck weiter. Mittlerweile sind es bereits 14. Gegen Hoffenheim gelang es Hannover nach dem Ausgleich durch Lars Stindl (24. Minute/Foulelfmeter) nicht, weitere gefährliche Szenen zu kreieren. Dem Siegtor für 1899 von Sven Schipplock (83.) ging eine Reihe von 96-Patzern voraus.
Im Derby beim VfL Wolfsburg in einer Woche fehlt auch noch Kapitän Stindl wegen der fünften Gelben Karte. Zudem droht Marcelo eine nachträgliche Sperre, weil er nach dem Abpfiff Schipplock zunächst schlug und ihm dann noch provozierend den Ball gegen den Kopf drückte.
