HANNOVER - Für Hannover 96 ist Standard Lüttich nur eine Durchgangsstation - und das gleich in doppelter Hinsicht. Denn schon ein Remis beim belgischen Pokalsieger von einem 0:0 abgesehen reicht dem Fußball-Bundesligisten in der Europa League zur Qualifikation für die Zwischenrunde im Februar 2012. Und auch reisetechnisch ist die Partie an diesem Mittwoch (21.05 Uhr/Kabel 1) in Lüttich lediglich ein Zwischenhalt, am Donnerstag geht es direkt weiter zum Bundesligaspiel nach Freiburg.
Doch angesichts der aktuellen Stärke der Gastgeber, die zuletzt vier Spiele in Serie gewannen, konzentriert sich Trainer Mirko Slomka zunächst einmal ganz auf das Gastspiel bei den Wallonen. Es wird eine schwierige Aufgabe werden, aber wir können sie lösen, wenn wir wieder so konzentriert wie in Sevilla und Kopenhagen auftreten, glaubt der Coach, dessen Team den Sack in Lüttich zubinden kann, aber nicht muss. Im Heimspiel am 15. Dezember gegen die noch sieglosen Ukrainer von Worskla Poltawa haben die Norddeutschen nötigenfalls eine zweite Chance.
Die ganz große Lösung für den Bundesliga-Achten wäre ein Auswärtssieg in Lüttich, dann stünde er sogar vorzeitig als Gruppensieger fest Rückspiel vor eigenem Publikum in der Zwischenrunde inklusive.
Am fehlenden Personal wird es nicht liegen, wenn die Hannoveraner ihren ersten Matchball vergeben. Alle Leistungsträger sind gesund. Auch der in der Liga gesperrte Didier Ya Konan kann spielen.
So ist es nur die restriktive Haltung der belgischen Behörden gegenüber den rund 1700 mitreisenden Anhängern, die den 96-Verantwortlichen ein paar Sorgen bereitet. Die zwölf Fan-Busse dürfen erst zwei Stunden vor Spielbeginn die deutsch-belgische Grenze passieren, werden direkt zum Stadion eskortiert, so dass die Fans das Zentrum der Stadt gar nicht erst betreten.
Erst an diesem Donnerstag (19 Uhr/Sat 1) erwartet Schalke 04 den rumänischen Vertreter Steaua Bukarest. Mit einem Sieg wären die Königsblauen sicher in der K.o.-Phase des Wettbewerbs.
