HANNOVER - Am kommenden Donnerstag droht in der Europa League das Aus, doch am Sonntag hat Hannover seine Chancen verbessert, auch in der kommenden Saison wieder im Europapokal dabei zu sein. Dank des 2:1 (0:0)-Erfolgs gegen Borussia Mönchengladbach kletterte 96 auf den fünften Rang der Fußball-Bundesliga.
Dennoch herrschte nur gedämpfte Jubelstimmung bei den Roten. Es bleibt alles ganz eng, ganz schwer, sagte Trainer Mirko Slomka mit Blick auf den Kampf um die erneute Europa-League-Qualifikation: Jetzt konzentrieren wir uns zunächst auf Donnerstag. Dann werden die Niedersachsen versuchen, gegen Atletico Madrid trotz des 1:2 aus dem Hinspiel noch das Halbfinale zu erreichen.
Am Sonntag erzielten Didier Ya Konan (57.) und Mame Diouf (77.) die Tore für 96. Gladbach kam nur noch zum Anschluss durch Havard Nordtveit (78.). In der Nachspielzeit rettete Ron-Robert Zieler mit glänzenden Paraden gegen Marco Reus und Filip Daems den 96-Sieg.
So bleibt Hannover zu Hause eine Macht. Die Niedersachsen sind als einzige Mannschaft in der Bundesliga im eigenen Stadion in dieser Saison ungeschlagen. Das Slomka-Team holte in der Arena am Maschsee zuletzt 13 von 15 möglichen Punkten.
Die erste Halbzeit war zäh, wir sind nicht gut reingekommen. Es war sehr schwer, sich Torchancen zu erarbeiten. In der zweiten Halbzeit ist es einfach sehr gut gelaufen für uns, sagte Slomka. Sein Gegenüber Lucien Favre bemängelte, sein Team habe zu spät angefangen zu spielen.
In der Tat war Gladbach lange Zeit harmlos. Weil auch Hannover, das die Ausfälle von Lars Stindl und Manuel Schmiedebach (beide Adduktorenprobleme) zu beklagen hatte, wenig Elan zeigte, sahen die 49 000 Zuschauer eine langweilige erste Halbzeit.
Auch im zweiten Abschnitt bot sich lange das gleiche Bild. Bis auf zwei zaghafte Versuche von Reus (68. und 70.) passierte vor dem 96-Tor kaum etwas. Hannover blieb durch Konter stets gefährlich. Nach der Führung wurde die Partie dann aufregender.
