Freiburg - Hannover 96 hat im Kampf um den Einzug in den Europapokal einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka verlor im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg verdient mit 1:3 (1:2) und bleibt als Tabellenneunter im Mittelmaß stecken. Das Überraschungsteam Freiburg hingegen zog nach Punkten mit dem Vierten Schalke 04 gleich und darf somit sogar von der Champions League träumen.
Ein Eigentor von Christian Schulz (25. Minute) sowie Treffer der überragenden Max Kruse (44.) und Jonathan Schmid (73.) bescherten dem Team von Christian Streich vor 24 000 Zuschauern den dritten Sieg in Folge und zugleich eine gelungene Generalprobe für das Pokal-Halbfinale am Mittwoch beim VfB Stuttgart. Konstantin Rausch (36.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich.
„Es ist jetzt für uns fast nicht mehr möglich, sich für Europa zu qualifizieren“, räumte 96-Kapitän Steven Cherundolo ein. Freiburgs Torschütze Kruse war hingegen zufrieden: „Wir haben jetzt 45 Punkte auf dem Konto und wollen natürlich oben dranblieben“, sagte er.
Freiburg war von Beginn an das bessere Team. Ein kapitaler Fehlgriff von 96-Keeper Ron-Robert Zieler sorgte für die verdiente Führung. Der Nationaltorhüter unterlief eine Flanke von Schmid, der unmittelbar dahinter stehende Schulz lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz.
Rausch erzielte auf Vorlage von Mame Diouf den überraschenden Ausgleich. Doch Kruse traf kurz vor der Pause aus rund 15 Metern zum 2:1. In der 69. Minute vergab Diouf frei vor SC-Torwart Oliver Baumann die große Chance zum Ausgleich. Schmid sorgte nach einem Konter für die Entscheidung, Zieler sah dabei erneut unglücklich aus.
Derweil hat 96-Präsident Martin Kind betont, dass er auch in Zukunft mit Slomka und Manager Jörg Schmadtke zusammenarbeiten möchte. „Beide haben in ihren Bereichen äußerst erfolgreiche Arbeit geleistet“, sagte Kind.
