HANNOVER/LEVERKUSEN/MüNCHEN - Die Titelanwärter in der Pflicht, viel Gefühl im Kellerderby in Hannover: Das Fernduell um die Spitze der Fußball-Bundesliga zwischen Primus Bayer Leverkusen und Verfolger FC Bayern wird fortgesetzt. Doch Interesse hegt auch an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) die Rückkehr von Trainer Dieter Hecking mit dem 1. FC Nürnberg zu seinem Ex-Club.

„Hannover ist nicht mehr mein Thema“, sagte Hecking ohne Pathos, wohlwissend, dass er in Hannover viele Hände wird schütteln müssen. Hecking hatte im August 2009 nicht ganz freiwillig das Feld geräumt. „Vielleicht kann ich aus allem, was ich über 96 weiß, etwas Nutzen ziehen“, meinte Hecking.

Hannovers neuer Coach Mirko Slomka, der wie sein Freund Hecking in der Nähe der Landeshauptstadt wohnt, zog vor dem Kellerduell die Zügel an. „Wir müssen unsere Chancen eiskalt nutzen, sonst werde ich fuchsig“, drohte er und gestand, dass die Freundschaft kurzfristig auf Eis gelegt worden sei.

Vor Pflichtaufgaben stehen am Sonntag (17.30 Uhr) Leverkusen gegen Freiburg und am Sonnabend (15.30 Uhr) die um zwei Punkte schlechteren Bayern gegen Mainz. Sie läuteten die Zeit der Psycho-Tricks ein. Ex-Präsident Franz Beckenbauer tippte seine Abschlusstabelle, in der die Münchner als Meister sieben Punkte Vorsprung auf Bayer haben. Leverkusens Trainer Jupp Heynckes konterte gelassen: „Beckenbauer merkt und registriert, dass wir hartnäckig oben bleiben.“

Geht es nach seinem Gegenüber Louis van Gaal, so werden die Bayern nach dem Mainz-Spiel zumindest wieder für eine Nacht Erster sein. Ihn ärgert immer noch die 1:2-Niederlage im Hinspiel.