HANNOVER/OLDENBURG - Am Ende zählten für Joe Zinnbauer nur die drei Punkte. „Wir hätten mehr machen können“, gab der Trainer des Fußball-Oberligisten VfB Oldenburg nach dem erkämpften 2:0 (0:0)-Sieg bei Arminia Hannover zu. „Es war eine zerfahrene Partie gegen einen wirklich sehr zweikampfstarken Gegner.“

In der Tat: Es war kein Spaziergang im altehrwürdigen Stadion am Bischofsholer Damm. Eine Woche nach dem 11:1-Heimsieg über Heessel quälten sich die Gäste vor 450 Zuschauern – davon gut die Hälfte aus Oldenburg – zu dem mühsamen Erfolg durch zwei Foulelfmeter von Alexander Eckel (59., 90.+2).

Der 27-Jährige, der sich während der Woche mit Achillessehnenproblemen geplagt hatte, hatte erst kurz vor dem Anpfiff grünes Licht von VfB-Physiotherapeut Andreas Haas bekommen. Eckel behielt trotz der Verletzung bei den Strafstößen die Nerven. Zinnbauer: „Kompliment.“

Erst in der 23. Minute tauchte der VfB vor dem Arminen-Tor auf. Sebastian Ghasemi-Nobakht schoss aus 25 Metern aber knapp vorbei. Zuvor hatten die Platzherren ihre erste und einzige echte Möglichkeit gehabt, die Marcel Ibanez (4.) vergab.

Sehr sicher stand diesmal die VfB-Innenverteidigung. Nach dem Ausfall des noch für ein Spiel gesperrten Stefan Malchow musste neben Robert Littmann wieder Christian Thölking ran. „Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Es war wichtig, wieder einmal zu Null zu spielen“, hob Zinnbauer das Duo heraus.

Bis zur Pause hätten Thölking (28.) und Marcel Salomo (38.) die überraschend einfallslosen Oldenburger in Führung schießen können. Doch auch sie blieben glücklos. Erst der Foulelfmeter sorgte für etwas Beruhigung beim VfB. Arminias Ole Teklenburg attackierte Matthias Deumelandt im Strafraum zu ungestüm. Schiedsrichter Stephan Schamuhn (Dassel-Lauenberg) gab Strafstoß, den Eckel sicher verwandelte (59.).

Der VfB kam in der höhepunktarmen Partie noch durch Salomo (70.) und Ghasemi-Nobakht (78.) zu zwei Gelegenheiten. Spannung kam aber erst in der Nachspielzeit wieder auf. Arminias Artur Smiatek foulte den kurz zuvor eingewechselten Bernd Grotlüschen im Strafraum und sah dafür die Gelb-Rote Karte. Eckel durfte zum zweiten Mal antreten und traf erneut (90.+2). Bei den Gastgebern sah Firat Bayramoglu noch Gelb-Rot (90.+5).