Ingolstadt/Frankfurt - Hannover 96 steht als erster Absteiger aus der Fußball-Bundesliga fest. Die Mannschaft ist nach dem 2:1 von Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 zum Abschluss des 31. Spieltages nicht mehr zu retten. Schlusslicht Hannover hatte am Sonnabend selbst ein 2:2 beim FC Ingolstadt erzielt.

Für die 96er ist es der fünfte Bundesliga-Abstieg nach 1974, 1976, 1986 und 1989. Coach Daniel Stendel, nach Michael Frontzeck und Thomas Schaaf dritter 96-Trainer in dieser Saison, konnte den Abstieg nicht mehr verhindern.

Schon am Sonnabend schien das Team bis zum späten Ausgleichstor von Hiroshi Kiyotake in der 82. Minute bereits abgestiegen. Der Vollzug 26 Stunden später änderte nichts mehr daran, dass es in der Mannschaft längst um anderes geht, meinte Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler: „Wir wollen den Verein Hannover 96 bis zum Ende würdig präsentieren.“

Ein Abstieg in Würde, dieses Ziel könnte unter Interimstrainer Daniel Stendel tatsächlich gelingen. Drei Spiele, fünf Punkte, ungeschlagen – der zum Chef auf Zeit beförderte Nachwuchscoach betreibt weiterhin gute Eigenwerbung. „Es ist nicht von Nachteil, wenn man so auftritt, wie wir auftreten“, meinte der 42-Jährige, der zunehmend Spaß an der höheren Aufgabe gewinnt. Fordernd tritt Stendel aber nicht auf. „Ich bin nullkommanull der Entscheidungsträger“, erklärte der Ex-Profi, der weiß, dass den Verantwortlichen um Präsident Martin Kind für den Neubeginn in der 2. Bundesliga weiter eine namhaftere Lösung vorschwebt.

Eintracht Frankfurt schöpft im Abstiegskampf dagegen neue Hoffnung. Nach einer engagierten Leistung gewannen die Hessen am Sonntag das Rhein-Main-Derby gegen Mainz 05 verdient mit 2:1 und rückten bis auf einen Zähler an den Relegationsrang heran.

Marco Russ (28. Minute) und ein Eigentor von Stefan Bell (84.) sicherten dem Tabellenvorletzten die drei wichtigen Punkte, nachdem Daniel Brosinski (18.) die Mainzer zunächst in Führung gebracht hatte.