HANNOVER - Owen Hargreaves traf in der 90. Minute. Trainer Felix Magath freut sich über die „tolle Ausgangsposition“.
Von Peter Hübner
HANNOVER - Fünf Runden vor Saisonende haben die Fußball-Profis von Bayern München bereits die Meisterfeier geprobt. Oliver Kahn rannte nach dem späten 1:0-Siegtreffer bei Hannover 96 schnurstracks zur Eckfahne und vollführte dort wie beim Titelgewinn in Hamburg 2001 einen Veitstanz. Danach nahmen sich der Torhüter und Verteidiger Willy Sagnol demonstrativ in die Arme, und Torschütze Owen Hargreaves wurde von den Teamkollegen fast erdrückt. Das späte Tor des wenige Sekunden zuvor eingewechselten englischen Nationalspielers (90.) versöhnte die Bayern-Streithähne und stieß vier Tage nach dem Aus in der Champions-Liga die Tür zum 19. Titel weit auf.„Das war ein großer Schritt Richtung Meisterschaft. Aber es ist noch ein weiter Weg“, sagte Kahn.
„Das ist ein schöner Sonnabend“, freute sich Trainer Felix Magath mit Blick auf die Ausrutscher von Schalke 04 und des VfB Stuttgart. Die ohnehin „tolle Ausgangsposition“ des FC Bayern hat sich durch den „glücklichen, aber verdienten Sieg“ (Magath) noch mehr verbessert. „Die Moral, die die Mannschaft gezeigt hat, spricht für uns. Und auch der berühmt-berüchtigte Bayern-Dusel“, erklärte der Trainer zum Sechs-Punkte-Vorsprung des Tabellenführers.
Gegen das Abwehrnetz von 96 hatten die Münchner allerdings große Probleme. „Wir wollten keine offene Feldschlacht“, begründete Trainer Ewald Lienen die defensive Ausrichtung. Dennoch hatte seine Mannschaft vor 49 854 Zuschauern in der ausverkauften AWD-Arena bei Kontern über Silvio Schröter sogar Chancen zum Sieg.
