Hannover/Hamburg - Trainer Thomas Schaaf (54) von Hannover 96 hat sein Team nach seinem angekündigten Abschied im Falle des wahrscheinlichen Abstiegs aus der Fußball-Bundesliga ungewöhnlich scharf kritisiert. Der Betreuerstab tue Woche für Woche alles erdenklich mögliche, um die Mannschaft optimal vorzubereiten. „Was wir dann erleben, ist eine große Enttäuschung“, sagte Schaaf vor der Partie gegen den Hamburger SV an diesem Sonnabend (15.30 Uhr). Er schloss eine vorzeitige Trennung aber aus: „Ich bleibe bis zum Saisonende und bereite mich auf alle Partien vor. Die minimale Chance, in der Liga zu bleiben, ist in all unseren Köpfen. Darauf sind wir voll fokussiert.“
Unterdessen haben im Umfeld des Tabellenletzten 96 die Spekulationen um die Nachfolge des glücklosen Schaaf begonnen. Heißester Kandidat für den Neuanfang in der 2. Liga soll laut „Bild“- Zeitung Ex-Trainer Mirko Slomka (48) sein. Das Fachmagazin „Kicker“ berichtet, dass auch Holger Stanislawski (46) im Gespräch sein soll.
Derweil zieht beim Gegner Hamburger SV eine angebliche Ohrfeige von Innenverteidiger Emir Spahic gegen Josip Drmic keine Konsequenzen nach sich. „Es geht um einen Disput, der sechs Wochen zurückliegt“, teilte der HSV mit: „Es ist dabei nichts vorgefallen, was hätte sanktioniert werden müssen.“
Zuvor hatten Medien berichtet, dass es zwischen Spahic und Drmic vor der Partie bei Schalke 04 am 2. März unter der Dusche einen handfesten Streit gegeben hatte. Dabei sollen sie sich zunächst beschimpft haben, im Zuge des Wortgefechts habe Spahic Drmic dann geohrfeigt.
Bereits in der Hinrunde hatte der Bosnier HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga eine Ohrfeige verpasst. Spahic war vor der Saison zum HSV gewechselt, nachdem sein Vertrag bei Bayer Leverkusen nach einer Prügelei mit mehreren Ordnern aufgelöst worden war.
