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NWZonline.de Sport Fußball

Hans-Jürgen Dörner nur als Spieler erfolgreich

25.01.2011

DRESDEN Seinen Ehrentitel hat Hans-Jürgen Dörner nie richtig liebgewonnen. „Der ,Beckenbauer des Ostens‘ ist eine Erfindung der Medien. Ich stelle keine Vergleiche an und kann das nicht einschätzen“, sagt Dörner, der wie kein anderer die Libero-Position im Ost-Fußball verkörpert hat. Er glänzte in der Abwehr und bestimmte mit seiner Eleganz das Offensivspiel.

100 Länderspiele für die ehemalige DDR, fünf Meistertitel und vier Pokalsiege zwischen 1971 und 1985 haben „Dixie“ Dörner zu einer Ikone gemacht. Daher wurde er in Anlehnung an Franz Beckenbauer als „Beckenbauer des Ostens“ bezeichnet. An diesem Dienstag feiert er seinen 60. Geburtstag – und bleibt sich treu. Der zweifache Vater, der große Worte immer gemieden hat, feiert still im Familienkreis.

Die Karriere des gebürtigen Görlitzers begann 1967, als er an das Fußball-Leistungszentrum der SG Dynamo Dresden delegiert wurde. Nach seinem Debüt 1968 in der ersten Mannschaft als Stürmer landete er früh auf der Libero-Position. Später folgten 68 Einsätze im Europacup für Dynamo. An einige Titel erinnert er sich besonders gern. „Das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg 1971 war einer der schönsten Momente meiner Karriere, da damals alles anfing“, sagt Dörner, der zudem 1976 bei Olympia in Montreal Gold holte.

Doch es gab auch Tiefpunkte. „Wir hatten 1985 im Europapokal gegen Uerdingen das Hinspiel mit 2:0 gewonnen und im Rückspiel 3:1 geführt. Letztlich unterlagen wir mit 3:7 und schieden aus, das war ganz bitter“, erzählt Dörner, den eine Gelbsuchterkrankung um die WM-Teilnahme 1974 brachte.

Nach dem Karriereende 1986 war Dörner zunächst Nachwuchstrainer bei Dynamo, ehe er von 1988 bis 1990 die Olympia-Auswahl der DDR betreute. Bis 1996 war er als Nachwuchscoach beim Deutschen Fußball-Bund tätig. Nach insgesamt neunjähriger Verbandsarbeit übernahm Dörner am 14. Januar 1996 bei Werder Bremen den Trainerposten vom gerade gefeuerten Aad de Mos.

Dörner sicherte Werder den Klassenerhalt und führte die Mannschaft in der Saison 96/97 auf Rang acht. Am 20. August 1997 trennten sich die Bremer nach einem miserablen Saisonstart und drei sieglosen Spielen von Dörner.

Es folgten Stationen beim Zweitliga-Absteiger FSV Zwickau, Al-Ahly Kairo, VfB Leipzig und dem Landesligisten Radebeuler BC. Der große Erfolg aber blieb aus. Bis Ende des Jahres war Dörner, der seit 2004 eine Fußballschule führt, bei Dynamo Dresden als Berater tätig. Eine Rückkehr ins Trainergeschäft will er nicht ausschließen: „Ich hatte noch einige Angebote, aber es hat einfach nicht gepasst. Grundsätzlich Nein sagen würde ich aber nicht.“

Otto-Ulrich Bals Autor
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