HAVELSE - HAVELSE - Der VfB Oldenburg hat Platz eins in der Fußball-Niedersachsenliga verteidigt. Im Spitzenspiel beim TSV Havelse holte die Elf von Trainer Joe Zinnbauer am Sonntag vor 1600 Zuschauern ein 2:2 (1:2). „Ich bin mit dem Punkt zufrieden“, sagte der Coach. „Wir wussten, dass es sehr schwer werden wird.“
Zunächst aber war alles ganz einfach. Schon der erste Angriff brachte Zählbares für den VfB. Sebastian Ghasemi-Nobakht stürmte in den Havelser Strafraum, wo er von Alexander Krzewina aber regelwidrig gestoppt wurde. Schiedsrichter Halil Ünal, der im Verlauf der Partie keine Linie fand, zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. TSV-Torwart Sven Meyer ahnte zwar die Ecke, war beim Schuss von konnte Alexander Eckel (2.) aber machtlos.
Havelses Reaktion folgte prompt: Einen Freistoß zog Hannes Winzer zur Überraschung von VfB-Keeper Dennis Evers (7.) direkt auf das Tor. Der Ball sprang vor dem Schlussmann auf und über ihn hinweg zum 1:1 ins Netz.
Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Oldenburger zeigten sich bissiger in den Zweikämpfen, schalteten schnell von Abwehr auf Angriff um und kamen zu guten Chancen. Die beste vereitelte Krzewina, als er im letzten Moment den Schuss von Torjäger Marcel Salomo (11.) zur Ecke klärte.
Als die Gäste die Oberhand bekamen, schlug Havelse wieder zu: Einen 25-Meter-Freistoß versenkte Sevkan Bulut zum 2:1 (26.). Erneut sah Evers, den ein Magen-Darm-Virus plagte, nicht gut aus. „Es war schon ärgerlich, dass der TSV aus drei Chancen zwei Tore macht“, meinte Salomo. Die dritte Möglichkeit vereitelte Evers nach einem Kopfball von Christian Werner (42.). Der VfB dominierte die zwar erste Halbzeit, konnten Meyer bis zur Pause aber nicht mehr überwinden.
Nach dem Wechsel starteten die Gastgeber schläfrig, Oldenburg war dagegen hellwach. Nach Pass von Koc spielte Ghasemi-Nobakht die Abwehr aus und traf zum 2:2 ins lange Eck (46.). „Toll, dass wir so ins Spiel zurückgefunden haben“, meinte Zinnbauer. Er sah seine Mannen weiter Druck machen. Tore blieben aus, weil Ghasemi-Nobakht (53.) und Grudzinski (47.) scheiterten.
In der Endphase zog sich der VfB zurück und überstand die Havelser Schlussoffensive schadlos. „Wir haben die Spitze behauptet und die Fans ein tolles Spiel gesehen“, resümierte Zinnbauer.
