Frankfurt - Horst Heldt atmete einmal tief durch, dann holte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 zum verbalen Rundumschlag aus. Während nebenan Eintracht Frankfurts schier unüberwindbarer Torhüter Oka Nikolov strahlend über seine Glanztaten berichtete, zeichnete Heldt nach der 0:1-Pleite gegen die Notelf des Aufsteigers mit versteinerter Miene ein düsteres Zukunftsbild. „Es funktioniert nichts seit gefühlten 15 Jahren auf Schalke“, schimpfte Heldt.

Durch die Niederlage, die Marco Russ vor 51 500 Zuschauern mit einem Kopfball in der 41. Minute besiegelte, muss Schalke ernsthaft um die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb bangen. Der Vorsprung auf Rang sieben, der im Europacup-Lotto drei aus fünf die erste Niete bedeutet, beträgt nur noch zwei Zähler. „Wenn wir im Schongang weitermachen, werden wir noch runterrutschen“, prophezeite Heldt.

Frankfurts Mittelfeldspieler Sebastian Rode hat eine angebliche Einigung mit Bayern München über einen Wechsel im Sommer kommenden Jahres dementiert. „Ich habe bei keinem anderen Verein unterschrieben und möchte meine ganze Kraft und Konzentration meiner Mannschaft und meiner Leistung widmen“, erklärte Rode am Sonntag.