Hamburg/Oldenburg - Die Luft war raus, und dafür hatte auch der Trainer Verständnis. „Natürlich ist es auch menschlich nach dem Ergebnis aus Cloppenburg. Dennoch haben die Jungs alles gegeben, und das zeichnet diese junge Mannschaft aus“, lobte Dietmar Hirsch. Mit einem leistungsgerechten 0:0 bei der U 23 des Hamburger SV beendete Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg am Pfingstsonnabend sein letztes Auswärtsspiel dieser Saison.

Nachdem am Freitagabend mit dem 3:0-Sieg des VfL Wolfsburg II über den BV Cloppenburg das letzte Fünkchen Hoffnung auf die Meisterschaft erloschen war, ging es für den VfB nur noch darum, sich mit einer guten Leistung zu präsentieren. Angefeuert von rund 80 mitgereisten Fans zeigte der Tabellenzweite einen engagierten Auftritt. „Wir wollten natürlich auch beim HSV gewinnen“, sagte Hirsch, „wussten aber auch, dass der Gegner noch mindesten einen Punkt benötigte, um die Klasse zu halten.“ Zwar verbuchte der VfB optische Vorteile, Strafraumszenen blieben aber Mangelware. Die größte Chance zur 1:0-Führung vergab Nils Laabs, dessen beherzter Schuss in der 19. Minute am Außennetz landete. Ein Treffer fiel auch in der Folgezeit nicht, so dass sich die HSV-Reserve den Klassenerhalt sicherte.

Für den VfB geht es am kommenden Sonnabend (14 Uhr, Marschwegstadion) im letzten Saisonspiel beim Derby gegen den SV Meppen noch einmal ums Prestige. „Es werden sicher viele Zuschauer kommen und denen wollen wir zum Abschluss noch einmal ein gutes Spiel bieten“, blickt Hirsch voraus. Die Fans werden sich dabei von einigen Leistungsträgern der Mannschaft verabschieden müssen.

Den VfB verlassen werden auf jeden Fall Franko Uzelac und Nils Laabs. Uzelac wechselt zum Drittligisten Würzburger Kickers, der in der Relegation um den Zweitliga-Aufstieg auf den MSV Duisburg trifft. In der Planung für die kommende Saison spielt Publikumsliebling und Sturmtank Laabs beim VfB keine Rolle mehr. Der Spieler schließt sich dem Bremer SV (Bremen Liga) an.

Vielleicht gibt es in der nächsten Spielzeit aber doch noch ein Wiedersehen, denn der BSV als möglicher Meister der Bremen Liga hätte die Chance, über die Relegation in die Regionalliga aufzusteigen. „Ich bin schon sehr traurig, dass ich den VfB verlassen muss“, bedauert der Angreifer: „Ich hätte gerne noch ein Jahr dran gehängt, aber ich kann die Entscheidung des Vereins verstehen“, sagt der Polizist, der dienstlich bedingt nicht immer am Training teilnehmen kann: „Aber es war eine schöne Zeit.“