München/Barcelona - Der Druck auf Bayern Münchens Präsidenten Uli Hoeneß wird immer größer. Doch ungeachtet seiner viel diskutierten Steuer-Affäre will der 61-Jährige den deutschen Fußball-Rekordmeister an diesem Dienstag auch zum Halbfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Barcelona begleiten. Trotz der laufenden Ermittlungen ist Hoeneß nach wie vor im Besitz seines Reisepasses.

Die Mannschaft, die an diesem Dienstagvormittag von München nach Spanien fliegt, will sich von dem Trubel um ihren Präsidenten aber auch bei der Partie an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) im Camp Nou nicht beeinflussen lassen, obwohl „dies das Thema Nummer eins in Deutschland ist“, wie Offensivspieler Arjen Robben am Montag sagte: „Es ist logisch, dass darüber geredet wird. Aber wenn du auf dem Platz stehst, dann bist du auf den Fußball fokussiert, dann lenkt das auch nicht ab.“

Trainer Jupp Heynckes hatte bereits zuvor betont, dass seine Stars trotz aller Nebengeräusche für den Saison-Endspurt und den Kampf ums Triple gerüstet seien. „Der FC Bayern ist ein Club, bei dem immer wieder alle möglichen Themen auftauchen. Die Spieler nehmen das sachlich und nüchtern wahr. Wir wissen damit umzugehen und lassen uns davon nicht beeindrucken“, sagte Heynckes.