Sinsheim - Nach dem Abpfiff eilte Dietmar Hopp sofort in die Kabine, um sich bei den Profis für das verspätete Geburtstagsgeschenk zu bedanken. Das 2:1 (2:0) von 1899 Hoffenheim gegen den 1. FC Nürnberg am viertletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga hat dem Mäzen, der am Freitag 73 Jahre alt geworden war, und den Fans im Kraichgau wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt gemacht.
Markus Gisdol hält mit Blick auf das vorentscheidende Kellerduell am Sonnabend (15.30 Uhr) bei Werder Bremen allerdings gar nichts von aufkommender Euphorie. „Ich mache mir keine Gedanken über mögliche Szenarien. Ich mache mir nur Gedanken über die Trainingsarbeit. Alles andere kann ich doch ohnehin nicht beeinflussen“, sagte der Trainer der Kraichgauer, die aufgrund des Erfolgs des FC Augsburg (3:0 gegen den VfB Stuttgart) weiter mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsrang auf dem vorletzten Tabellenplatz bleiben. Allerdings beträgt der Abstand zum rettenden Platz 15 auch nur drei Zähler.
Tobias Weis (11. Minute) und Sejad Salihovic (19.) trafen für die Hoffenheimer, die zuvor nur eine der zurückliegenden fünf Partien gewonnen hatten. Die Nürnberger, für die Timmy Simons per Foulelfmeter erfolgreich war (58.), wurden für ihre desolate Vorstellung von den eigenen Fans nach Spielende ausgepfiffen. Nach diesem Auftritt sind die Chancen von Michael Wiesinger auf einen Vertrag für die kommende Saison ganz sicher geschrumpft. „Wir haben verdient verloren, in der ersten Hälfte haben wir versagt“, schimpfte der Club-Trainer.
Die Hoffenheimer Spieler bauen darauf, dass sie auch in der kommenden Saison einem Bundesligisten angehören werden. „Für jeden Spieler ist es wichtig, in der ersten Liga zu bleiben“, sagte der starke Kevin Volland: „Es ist schade, dass Augsburg gewonnen hat. Aber wir konzentrieren uns sowieso auf uns – und ich will jetzt nicht anfangen, zu rechnen.“
