Hamburg - Club-Ikone Horst Hrubesch (65) sieht in den vielen Trainerwechseln der Vergangenheit den Grund für die Misere beim Bundesliga-Tabellenletzten Hamburger SV. „Ich vermisse beim HSV die Einheit und deshalb wird es höchste Zeit aufzuhören, laufend die Trainer zu wechseln“, sagte Hrubesch, der mit dem HSV dreimal deutscher Fußball-Meister wurde und 1983 den Europapokal der Landesmeister gewann: „Es wird Zeit, eine Einheit zu sein und nach außen klar darzustellen, was man will.“
Der Absturz des HSV macht dem einstigen „Kopfballungeheuer“ zu schaffen. „Ich leide mit dem HSV“, sagte Hrubesch: „Ich glaube aus der Entfernung immer wieder festgestellt zu haben, dass es zwischen Präsidium, Manager und Trainer meist nie so funktioniert hat, wie man sich das vorstellt.“ Er selber würde in „dieser Konstellation nicht zur Verfügung“ stehen.
In den vergangenen zehn Jahren versuchten mit Interimslösungen 16 Trainer ihr Glück an der Elbe. Als sechstes Team der Ligageschichte ist der HSV auch nach zwölf Spieltagen noch sieglos. Damit erneut der erste Abstieg der Vereinsgeschichte vermieden wird, will Clubchef und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer im Winter auf dem Transfermarkt zuschlagen.
Hrubesch möchte derweil auch nach seiner Verabschiedung als Juniorentrainer weiter für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) tätig sein. „Wir sind uns einig, dass ich beim DFB bleibe“, sagte Hrubesch. Der 65-Jährige erklärte, dass er mit Präsident Reinhard Grindel bereits Gespräche über eine Weiterbeschäftigung geführt habe. „Ich arbeite beim besten Verband der Welt“, sagte Hrubesch. In welcher Funktion er künftig eingesetzt werde, sei unklar.
