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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: HSV öffnet Investoren die Tür

20.01.2014

Hamburg Der Hamburger SV soll der 13. Verein in der Fußball-Bundesliga werden, der als Kapitalgesellschaft seine Geschäfte führt. Das haben am Sonntag 79,4 Prozent von 6380 Mitgliedern des Sportvereins entschieden. Sie votierten für das Konzept „HSV Plus“ des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff. Es sieht eine Ausgliederung der Fußball-Profi-Abteilung und die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vor. Damit können Investoren ins Boot geholt werden, die Anteile in Höhe von maximal 24,9 Prozent erwerben dürfen. Fünf Konzepte standen zur Wahl.

Hamburgs Zugang Ola John (vorne) jubelt mit dem Torschütze Pierre-Michel Lasogga über den 4:2-Sieg. BILD: dpa
Hamburgs Zugang Ola John (vorne) jubelt mit dem Torschütze Pierre-Michel Lasogga über den 4:2-Sieg. BILD: dpa

Lasogga trifft                        beim 4:2 gegen Basel – Bouy kommt

Den letzten Härtetest hat der Hamburger SV bestanden. Der Fußball-Bundesligist besiegte am Sonnabend den FC Basel mit 4:2 (2:1). Die HSV-Tore vor 8000 Zuschauern im Volkspark erzielten Pierre-Michel Lasogga (59., 78. Minute), Marcell Jansen (32.) und Hakan Calhanoglu (29.). Für Basel trafen Matias Delgado (13.) und Giovanni Sio (60.).

Pierre-Michel Lasogga soll nach dem Ende seiner Ausleihe im Sommer zu Hertha BSC zurückkehren. Die Berliner boten dem 22-Jährigen einen langfristigen Vertrag an.

Der Wechsel des Niederländers Ouasim Bouy von Juventus Turin ist endgültig perfekt. Wie der HSV am Sonntag mitteilte, wird der 20-jährige Mittelfeldakteur nach dem bestandenen Gesundheitscheck wie geplant bis Saisonende ausgeliehen.

„Ich bin überwältigt von der Klarheit des Votums“, sagte Rieckhoff. Die Ausgliederung ist aber noch nicht beschlossen. Das Konzept muss zunächst vom Vorstand vorangetrieben und den Mitgliedern zur Abstimmung im Mai oder Juni vorgelegt werden. Dann ist eine Dreiviertelmehrheit notwendig. Bei den unterschiedlichen Präferenzen der Mitglieder ist der Ausgang ungewiss.

Selbst der Vorstand hatte sich für eine Ausgliederung ausgesprochen. „Unsere Struktur verhindert schnelle Entscheidungen“, kritisierte der stellvertretende Vorsitzende Joachim Hilke den Ist-Zustand. „Die Ausgliederung ist das Fundament für die Zukunft.“ Er betonte jedoch: „Wir sind klar gegen Investoren, die es auf Rendite abgesehen haben.“ Nie hatte der HSV mehr Mitglieder für eine Versammlung mobilisiert. Zwischenzeitlich waren 7135 Mitglieder im Congress Center Hamburg anwesend.

Derzeit gibt es in der Bundesliga zwei Vereine als AG (Bayern München, Eintracht Frankfurt) und zehn als Kommanditgesellschaften. Für letztere, die GmbH und Co. KG auf Aktienbasis, hatte sich der Rechtsanwalt Rainer Ferslev mit seinem Modell „Rautenherz“ ausgesprochen. Die Kommanditgesellschaft gilt als die sanftere Form der Kapitalisierung. Ferslev verglich die undemokratischen Strukturen einer AG mit nordkoreanischer Alleinherrschaft. Dennoch erhielt das Konzept nur 21,8 Prozent. Das Stiftungsmodell „HSV 21“ kam auf 14,3 Prozent. Ex-Präsident Jürgen Hunke zog seinen Vorschlag „HSV - Tradition mit Zukunft“ vor der Abstimmung zurück. „HSV-Reform“ scheiterte mit sieben Vorschlägen zu Satzungsänderungen.

„Wir wollen wieder dahin zurück, wo wir mal standen: in die deutsche und europäische Spitze des Profifußballs. Wir brauchen professionellere und effizientere Strukturen“, erklärte Rieckhoff.

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