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NWZonline.de Sport Fußball

Relegation: HSV taumelt Abstieg entgegen

16.05.2014

Hamburg Ein bisschen Kampf, wenig Leistung – kaum noch Hoffnung: Der Bundesliga-Dino Hamburger SV taumelt weiter ungebremst dem ersten Abstieg entgegen. Das Team von Trainer Mirko Slomka kam im ersten Relegations-Showdown gegen Fußball-Zweitligist Greuther Fürth nach einer erneut erschreckend schwachen Vorstellung nicht über ein mageres 0:0 hinaus.

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Mirko Slomka (Trainer HSV): Wir habe zu lange gebraucht, um in die Partie hineinzukommen. Es steht jetzt eben zur Halbzeit 0:0. Rafael van der Vaart (Kapitän HSV): Ich denke immer positiv. Ein Verein wie der HSV gehört einfach in die Bundesliga. Pierre-Michel Lasogga (HSV): Die Fürther standen sehr kompakt. Wir sind auf jeder Position besser besetzt, das müssen wir in Fürth zeigen. Frank Kramer (Trainer Fürth): Wir müssen uns davor hüten, uns zu feiern. So wie das Spiel heute gelaufen ist, hätten wir mehr mitnehmen müssen.

Bei den Fans schwindet die Hoffnung auf die Rettung immer mehr – in dieser Verfassung kann der extrem auswärtsschwache HSV schon vor dem Rückspiel an diesem Sonntag (17 Uhr/ARD) in Fürth für die 2. Liga planen.

Nach knapp 51 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur deutschen Eliteliga droht dem finanziell angeschlagenen HSV mit dem historischen Gang in die Zweitklassigkeit der Super-GAU.

Allerdings: Jedes Unentschieden – außer ein 0:0 – würde dem HSV reichen.

Planlos, schwach im Zweikampf, behäbig: Die Hamburger blieben den Beweis ihrer Erstklassigkeit über weite Strecken schuldig. Die Hausherren wirkten von Beginn an nervös und erarbeiteten sich kaum zwingende Möglichkeiten. Die HSV-Hoffnungsträger Pierre-Michel Lasogga (13 Saisontore) und Youngster Hakan Calhanoglu waren in der gut organisierten Fürther Defensive lange Zeit vollkommen abgemeldet.

Giftig, laufstark, selbstbewusst: Der Zweitligist versteckte sich vor 56 479 Zuschauern keineswegs und stellte die HSV-Abwehr mit seinem schnellen Umschaltspiel immer wieder vor große Probleme. Große Torchancen blieben zunächst zwar aus, doch Fürths Top-Torjäger Ilir Azemi (9.), der zuletzt 13 Treffer in 13 Spielen erzielt hatte, und Zoltan Stieber (17.) verzogen aus aussichtsreicher Position. Die größte Chance im ersten Abschnitt vergab Azemi in der 26. Minute, als er aus kurzer Distanz an HSV-Keeper Jaroslav Drobny scheiterte. Drobny war kurzfristig für den verletzten Stammtorhüter René Adler (Rückenbeschwerden) zwischen die Pfosten beordert worden.

Erst spät schalteten die Hamburger, unentwegt angetrieben vom lautstarken Publikum, einen Gang höher. Der eingewechselte Marcell Jansen brachte Sturmtank Lasogga erstmals in eine gute Kopfball-Position, doch Keeper Wolfgang Hesl bestand seine erste Prüfung (65.).

Nur 120 Sekunden später traf Lasogga zwar ins Tor – stand bei seinem Kopfball allerdings im Abseits. Wiederum Lasogga scheiterte in der 85. Minute an Fürths Keeper Hesl, der den Schuss mit dem Fuß abwehrte.

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