Leverkusen - Mit Humor begegnete Sami Hyypiä der Frage, ob Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen nun Borussia Dortmund und den FC Bayern angreifen wolle. „Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal auf die Tabelle geschaut habe und kenne die Situation nicht so genau“, sagte der Cheftrainer der Werkself nach dem 2:0 (2:0) gegen Hannover 96 mit gespielter Ahnungslosigkeit.

Denn Bayer hat sich mit einem Punkt Rückstand als dritte Kraft der Liga etabliert, wähnt sich aber nicht auf Augenhöhe mit dem Spitzenduo. „Jetzt denken wir nicht daran, wie nahe wir Bayern und dem BVB sind“, sagte der Finne.

Vier Tage vor dem wichtigen Champions-League-Heimspiel gegen Real San Sebastian an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) haben sich die Leverkusener mit dem vereinseigenen Startrekord von 18 Punkten erst einmal recht weit von den übrigen 15 Clubs entfernt. Derweil kündigte Bundestrainer Joachim Löw am Rande der Pokal-Auslosung am Sonntagabend in der ARD-Sportschau ein Gespräch mit Bayer-Torjäger Stefan Kießling an. Thema ist dessen mögliche Rückkehr in die Nationalelf. Er werde Kießling „nie abschreiben“, sagte Löw, der den 29-Jährigen lange nicht mehr berücksichtigt hatte.

Fast mehr als die Auswärtsniederlage schmerzte Verfolger Hannover die erneute Verletzung von Torjäger Mame Diouf. Der Senegalese droht nach seinem 19-Minuten-Comeback wieder für einige Wochen auszufallen.„Ich bin gelaufen, und dann hat es plötzlich hinten links gezogen“, berichtete Diouf, bei dem Verdacht auf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel besteht.

Dass er bei Diouf zu hohes Risiko gegangen sein könnte und einen seiner wichtigsten Spieler womöglich zu früh wieder eingesetzt habe, wollte Trainer Mirko Slomka nicht gelten lassen: „Wir waren ja extra vorsichtig und haben ihn nur für 30 Minuten eingeplant.“