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NWZonline.de Sport Fußball

Im Netz der Banalitäten

18.06.2012

WARSCHAU Wer in den sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook auf intime Details der deutschen EM-Stars hofft, wird schnell enttäuscht. Pikante Fotos aus der Kabine? Lästereien über den nächsten Gegner? Die Aufstellung schon am Vortag? Fehlanzeige. Beim interaktiven Doppelpass mit ihren Fans haben die übervorsichtigen Spieler meist nicht mehr zu sagen als ein simples: „Hallo, sind gut angekommen“. Wohl auch, um keine Strafe zu riskieren.

Als Folge jagt in den sozialen Netzwerken eine Banalität die nächste. Bastian Schweinsteiger: „Aufgabe Nummer zwei erfüllt! Jetzt wollen wir gegen Dänemark den Gruppensieg klar machen.“ Holger Badstuber: „Heute hatten wir wieder Training in Danzig. Viele Grüße nach Deutschland.“ Mario Gomez: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Vielen Dank für Eure tolle Unterstützung!“ Postkarten-Sätze.

Wie bei fast allen Mannschaften gibt es auch im DFB-Team einen Internet-Knigge. „Wenn sich ein Spieler auf der Terrasse fotografiert und das Bild auf seine Facebook-Seite stellt, ist das okay. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Mannschaftsgeist verraten“, sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff. Auch negative Kommentare über gegnerische Mannschaften, Spieler und Schiedsrichter sind verboten.

Geduldet wird dagegen kaum kaschierte Werbung. „Am Samstag geht’s los! Dann werde ich auch den neuen Predator Lethal Zones tragen“, verriet Thomas Müller vor dem EM-Start. Der direkte Draht zu den Fans also als Möglichkeit zur kostenlosen Werbung.

Doch es gibt Lichtblicke. Der deutsche „Facebook-König“ Mesut Özil (5,3 Millionen Fans) veröffentlichte nach dem Besuch von Angela Merkel im DFB-Quartier ein Foto mit der Bundeskanzlerin. „Eine beeindruckende Persönlichkeit“, schrieb er. BVB-Profi Mario Götze postet regelmäßig Bilder aus seinem Hotelzimmer und sogar vom Geburtstagsessen mit seinen Eltern in einem Restaurant.

Wäre Götze aus Dänemark, hätte er dafür eine Strafe kassiert. Die Dänen verhängten nämlich vor der EM ein Twitter- und Facebook-Verbot.

Ob das alles von Interesse ist? Ansichtssache. Manch ein EM-Star sollte sich wohl ein Beispiel an Polens Torhüter Wojciech Szczesny nehmen. Der war einst ein eifrigerer Twitterer, dann kam der 22. Januar. „Es ist Zeit für mich, erwachsen zu werden, Twitter zu löschen und mich auf Fußball zu konzentrieren.“ Seither herrscht Funkstille.

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