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NWZonline.de Sport Fußball

Handball: In 43 Tagen vom Hoffnungsträger zum Buhmann

14.08.2013

Hamburg Die 43-Tage-Ehe zwischen Frank Rost und dem HSV Hamburg hat sich als großes Missverständnis entpuppt und geht mit einer peinlichen Posse zu Ende. Am Tag nach dessen von HSV-Präsident Matthias Rudolph offiziell bestätigter Demission als Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten saß der frühere Fußball-Nationaltorwart Rost am Dienstag im Büro, als wäre nichts geschehen und meldete sich offenbar aus arbeitsrechtlichen Gründen zum Dienst.

Rudolph reagierte darauf erbost und stellte sofort klar, dass es definitiv keine weitere Zusammenarbeit mit Rost geben werde. Später teilte er mit, dass der HSV Rost mit sofortiger Wirkung freigestellt habe.

„Sein Verhalten ist eine Frechheit. Mir hat er gestern gesagt, dass er sein Amt niederlegt und ich ihn beurlauben soll. Aber warum soll ich ihn dann beurlauben? Der will doch jetzt nur Geld haben“, sagte Rudolph der Nachrichtenagentur dpa zunächst. Und ergänzte: „Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geht gar nicht!“ Nun spricht alles für eine arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung.

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Denn Rudolph ließ die rechtliche Seite des Vertrags prüfen, der eine halbjährliche Kündigungsfrist beinhalten soll. Nach Telefonaten und Mail-Kontakten wurde Rost am Dienstagmittag von seinen Aufgaben bis auf Weiteres freigestellt. „Wir haben mit Christoph Wendt einen weiteren Geschäftsführer, dem wir und seiner Geschäftsstellen-Crew voll vertrauen. Zudem deckt unser Trainer Martin Schwalb viele der Aufgaben im sportlichen Bereich bereits ab“, erklärte Rudolph weiter.

Die nur sechswöchige Kooperation mit dem populären Rost, der für Champions-League-Sieger HSV eigentlich zum Türöffner bei Sponsoren werden sollte, war offenbar von Anfang an zum Scheitern verurteilt. „Es hat wirklich nicht zusammengepasst“, betonte Rudolph.

Als Grund für den Rücktritt gab Rost die Verpflichtung des Montenegriners Zarko Markovic (zuletzt FA Göppingen) an. Der Transfer war so frisch, dass der Rückraumspieler bei der Präsentation der Mannschaft bei einer Pressekonferenz am Montag noch gar nicht erwähnt worden war. Rost hatte erst unmittelbar vor dem Medientermin von dem Deal erfahren und fühlte sich übergangen.

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