Nürnberg - Beim 1. FC Nürnberg liegen die Nerven blank. Das 0:2 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach, die sechste Niederlage in sieben Spielen, der Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz: Im verzweifelten Kampf um den Bundesliga-Klassenverbleib sieht es für die Franken immer düsterer aus.
Torwart Raphael Schäfer verlor am Sonnabendabend endgültig die Beherrschung, als er Borussia-Akteur Max Kruse anging, weil dieser eine Schwalbe produziert haben soll. Der Strafstoß sorgte anschließend für die Entscheidung. „Er lässt sich fallen“, fand der Nürnberger Coach Gertjan Verbeek. Kruse verteidigte sich, er habe „noch nie eine Schwalbe gemacht“.
Dann verzettelte sich Schäfer, auf dem Platz wie oftmals noch einer der besten Nürnberger, in Verschwörungstheorien. Zur Auswahl von Tobias Stieler als Schiedsrichter der Partie sagte der Torhüter in Richtung Deutscher Fußball-Bund (DFB): „Die werden sich schon was dabei gedacht haben, einen Hamburger hier anzusetzen.“
Die Clubberer fühlen sich verschaukelt, allen voran Schlussmann Schäfer, der für die verbleibenden fünf Matches eine andere Gangart als zuletzt ankündigte.
