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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Nürnberg rettet Zweitklassigkeit in letzter Sekunde

13.07.2020

Ingolstadt Nach der kurzen Busfahrt zurück nach Franken erlebten die Nürnberger Relegations-Glücksritter um den neuen „Club“-Helden Fabian Schleusener einen Fan-Empfang mit Pyrotechnik und überkochenden Emotionen. Es brannte Samstagnacht am Valznerweiher – so wie wenige Stunden zuvor nach dem dramatischen 1:3 (0:0) gegen den FC Ingolstadt im nur 90 Kilometer entfernten Sportpark.

Der aufgewühlte Interimscoach Michael Wiesinger bündelte nach dem irgendwie doch noch erfüllten Rettungsauftrag das irre Geschehen in drastischen Worten: „Mit unserem ,Club’, unserem 1. FC Nürnberg, in der 96. Minute den Sarg noch mal zu öffnen, herauszusteigen und die 2. Liga zu sichern, hat mich sehr bewegt.“ Wiesinger heulte.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit hatte Joker Schleusener mit seinem Auswärtstor die Franken, die das Hinspiel 2:0 gewonnen hatten, vor der Drittliga-Katastrophe bewahrt und einer Alptraum-Saison doch noch ein glückliches Ende beschert. „Ich habe ein Gefühlschaos in mir. Ich weiß nicht, ob ich jemals so viele Männer in Tränen gesehen habe“, stammelte Schleusener.

Pöbeleien, Beschimpfungen, erhobene Fäuste: Die Nerven gingen nach dem Abpfiff auch ohne Fans im Stadion bei einigen Akteuren wie Ingolstadts wütendem Kapitän Stefan Kutschke durch. Die Gemüter ließen sich kaum beruhigen nach gegenseitigen Provokationen. Der Drittligist fand den Buhmann in Schiedsrichter Christian Dingert, der länger als die angezeigten fünf Minuten nachspielen ließ.

Ein Weiter-so kann es in Nürnberg nicht geben. Vor der Trainerfrage muss die Zukunft von Sportvorstand Robert Palikuca (42) geklärt werden. Der Kroate stellte einen Kader zusammen, der die Bundesliga-Rückkehr bewerkstelligen sollte. Zwei Trainer – Damir Canadi und Jens Keller – holte und entließ Palikuca, den viele Fans als Schuldigen sehen. Der fix und fertige Aufsichtsratschef Thomas Grethlein kündigte zeitnah Gespräche in den Führungsgremien an.

Nach drei Freistößen von Marcel Gaus, die in Windeseile zu drei FCI-Toren von Kutschke, Tobias Schröck und Robin Krauße führten, blickte der „Club“ wie 1996 in den Abgrund zur Drittklassigkeit. „Wir müssen uns beim Fußball-Gott bedanken“, sagte derweil Wiesinger. Der 47-Jährige schloss „komplett“ aus, dauerhaft Trainer zu bleiben. Er plant die Rückkehr auf den Posten des Nachwuchsleiters.

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