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Der Manager des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 freut sich auf das Präsidentenamt. Er lobt Trainer Slomka.
Von Heinz Arndt
Frage:
Herr Assauer, spielt Ihre Mannschaft nächste Saison in der Champions-Liga?
Assauer:
Nachdem wir zuletzt geschwächelt haben, ist die direkte Qualifikation für die Champions-Liga erst einmal außer Reichweite. Es wird äußerst schwierig, zumal wir das vorletzte Spiel in Bremen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir den dritten Platz nicht erreichen, ist größer als alles andere. Sollte es uns aber gelingen, dass wir unsere noch ausstehenden fünf Spiele alle gewinnen, dann erreichen wir noch die Champions-Liga. Das wird aber schon ein sehr hartes Stück Arbeit. Und dann haben wir ja auch noch die Chance, das Uefa-Cup-Finale zu erreichen. Das wäre schon eine große Sache, wenn wir unseren Erfolg von 1997 wiederholen könnten.
Frage:
War die Wahl, Mirko Slomka als Trainer zu verpflichten, die richtige?
Assauer:
Er macht eine sehr gute Arbeit, deshalb haben wir auch einstimmig beschlossen seinen Vertrag zu verlängern. Er kommt mit der Mannschaft gut zurecht, Beschwerden gibt es nicht. Warum sollen wir da einen neuen Trainer suchen? Bei ihm wissen wir, was er kann, kennen seine Stärken. Schwächen hat er bislang noch nicht gezeigt.
Frage:
Und wie beurteilen Sie die Arbeit von ihrem Sportmanager Andreas Müller?
Assauer:
Er macht wie erwartet einen guten Job. Wir haben eine sehr gute und enge Zusammenarbeit. In vielen Dingen tauschen wir uns aus, und dann wird entschieden. Die Entscheidung, ihn für diese Position zu verpflichten, war deshalb vollkommen richtig.
Frage:
Kommt Ihnen diese Entlastung recht?
Assauer:
Natürlich. Mittlerweile haben wir 250 Mitarbeiter und einen vergleichbaren Komplex mit Verwaltung, Rehazentrum und vielen Räumlichkeiten neben dem Trainingsgelände. Das hat kein anderer Verein. Real Madrid baut jetzt etwas Ähnliches außerhalb von Madrid. Ich weiß aber nicht, ob das unsere heutige Größe erreicht. Durch die Entlastung kann ich mich, wie von mir gewünscht, nach und nach aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. Aber beispielsweise die Sponsoren wollen immer mich sehen.
Frage:
Nach der WM sollen Sie bei Schalke das Präsidentenamt übernehmen. Was verändert sich dadurch für Sie?
Assauer:
Gar nichts. Ich werde dann noch zusätzlich die repräsentativen Aufgaben übernehmen. Ansonsten wird offiziell vollzogen, was sich in den vergangenen Jahren praktisch geändert hat. Andreas Müller ist für den sportlichen Bereich zuständig, und für mich bleiben noch genügend Aufgabengebiete.
Frage:
Beobachten Sie noch das Geschehen rund um den VfB Oldenburg?
Assauer:
Ich informiere mich schon über die Ergebnisse des VfB. Es ist sehr traurig, dass der Verein so abgesunken ist. Gerade die treuen Oldenburger Fußball-Fans haben schon einiges mehr als fünftklassigen Fußball verdient. Für mich war Oldenburg immer eine Fußball-Stadt.