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NWZonline.de Sport Fußball

VORRUNDE: Italiener schicken Tschechen nach Hause

23.06.2006

HAMBURG HAMBURG - Wann immer Marcello Lippi, der Commissario Tecnico der italienischen Fußball-Nationalelf, Zeit findet, genießt der 58-Jährige von seinem Häuschen aus im toskanischen Badeort Viareggio den Blick aufs Wasser. So sammelt der Coach nach eigener Aussage Kraft und Ideen. Das Meer, die Nordsee, befindet sich zwar von Hamburg nicht in Sichtweite, doch kann Lippi mit seiner Squadra Azzurra den Blick schon mal in die WM-Ferne schweifen lassen. Nach dem 2:0 (1:0) über Tschechien und damit Platz eins in der Vorrundengruppe E dürfen die Italiener weiter vom vierten WM-Titel träumen. Gegner am Montag, 26. Juni, ist Australien (Zweiter in Gruppe F). So weit, so gut.

Denn es gibt noch eine andere, eine betrübliche Geschichte zu erzählen – nämlich die der Tschechen. Titel: Das Ende der „Goldenen Generation“. In deren Mittelpunkt steht ein Mann, der sich nach dem turbulenten Schlussakkord in der Gruppe E am liebsten in den böhmischen Wäldern verkriechen würde. Karel Brückner, 66-jähriger Erfolgstrainer und wie Kollege Lippi ein Grandseigneur des europäischen Fußballs, kann zusammen mit seinem gealterten Starspieler Pavel Nedved (33) die WM-Koffer packen. Aus und vorbei.

Die Italiener, durchgeschüttelt von den Turbulenzen des landesweiten Fußballskandals, schaukelten das Kind von 50 000 Zuschauer mit typisch italienischem Ergebnis-Fußball nach Hause. Zwei, drei Knalleffekte und die Tschechen lagen platt am Boden. Marco Materazzi mit dem Kopf (1:0/ 26. Minute) und der ebenfalls eingewechselte Filippo Inzaghi mit dem Fuß nach einem Konter (2:0/87.) sorgten für die endgültige Befreiung.

„Wir hatten eine sehr schwere Vorrundengruppe erwischt. Da ging es in erster Linie darum, den ersten Platz und keinen Schönheitspreis zu holen“, verteidigte Lippi seine Defensivtaktik mit nur einem formellen Angreifer. Das Strategiespiel ging auf, was auch Brückner anerkennen musste.

„Die Italiener haben sehr routiniert gespielt. Sie haben keinen Fehler gemacht und auf ihre Chance gelauert. Diese Spielweise hatten wir uns auch vorgenommen. Nur haben es die Italiener besser gemacht“, meinte Brückner.

Die Entscheidung gegen die Tschechen war letztendlich eine fränkische. Erst ließ sich der Nürnberger Bundesligaprofi Jan Polak beim 0:1 von Materazzi schlicht überspringen, dann handelte sich der tschechische Abräumer nach einem Foul an Totti (45.+1) Gelb-Rot ein. In Nürnberg wiederum bezwang Ghana die USA mit 2:1 und machte die erste wirkliche Sensation dieser WM perfekt.

Die Tschechen, ohne die verletzten Jan Koller sowie die Gelbsünder Vratislav Lokvenc und Tomas Ujfalusi, blieben auch zu zehnt das intensivere Team. Vor allem Nedved in seinem 90. und womöglich letzten Länderspiel wie der nach seiner Fußverletzung erstmals eingesetzte Torjäger Milan Baros rannten, rackerten, und erkämpften sich so manche gute Gelegenheit.

Nur einer wollte da partout nicht mitspielen: Italiens Gianluigi Buffon. Der 28-jährige Keeper von Juventus Turin brachte dabei besonders seinen Vereinskollegen Nedved fast um den Verstand. Wo der Tscheche auch hin schoss, Buffon war schon da.

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